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Fischlexikon der Salzwasserfische: Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch


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Name: Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch
Ordnung: Scombriformes
(deutsch) Scombriformes
Familie: Scombridae
(deutsch) Makrelen und Thunfische
Gattung: Thunnus
Gattung+Art: Thunnus orientalis
Gesamt: 1294 Fischarten

Info

Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis)

Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis) ist eine Thunfischart, die hauptsächlich im Nordpazifik, gelegentlich jedoch auch im Südpazifik vorkommt.

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch kann eine Länge von etwa 300 cm und ein Gewicht von etwa 450 kg erreichen.

Er gehört zur Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae) sowie zur Gattung Thunfische (Thunnus). Die englische Bezeichnung für diesen Fisch lautet „Pacific bluefin tuna“.

Der Weltrekord (IGFA-Rekord) für den schwersten jemals offiziell mit der Angel gefangenen Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisch beträgt 411,6 Kilogramm. Den Fisch fing Donna Pascoe 2014 in Neuseeland.

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch ist eine kommerziell wertvolle Art, von der jedes Jahr mehrere tausend Tonnen gefangen werden. Er galt jahrzehntelang als überfischt.

Um den Bestand wieder aufzubauen, wurden die Fangmengen im Jahr 2011 reduziert. Eine Bestandsbewertung aus dem Jahr 2024 ergab, dass sich die Art inzwischen erholt hat.

Dieser Thunfisch gilt als potenziell hoch mit Schwermetallen, insbesondere Quecksilber (Methylquecksilber), belastet. Untersuchungen zeigen oft Werte, die nahe oder über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Während der Grenzwert für viele Speisefische bei 0,5 mg/kg liegt, ist er für Thunfischarten auf 1,0 mg/kg heraufgesetzt, da diese naturgemäß höhere Belastungen aufweisen.

Aufgrund des hohen Gehalts an Methylquecksilber sollten besonders empfindliche Gruppen wie Schwangere, Stillende und Kleinkinder den Verzehr großer Thunfischarten wie dem Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisch einschränken oder vermeiden.


Maximales Alter

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis) kann ein Alter von mehr als 15 Jahren erreichen.


Merkmale

Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch

Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch

Merkmale des Nordpaz. Blauflossen-Thunfisches:

  • der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch hat einen nahezu spindelförmigen Körperbau. Die größte Körperstelle liegt ungefähr in der Mitte der ersten Rückenflosse
  • wie viele andere Thunfische besitzt auch er keine Schwimmblase und muss daher ständig schwimmen, um sich über Wasser zu halten
  • die Körperfärbung ist im oberen Körperbereich dunkel-bläulich. Die Körperflanken und die Bauchseite sind silbrig-weißlich
  • besondere Zeichnungsmerkmale existieren nicht
  • die Schwanzkiele des Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisches sind dunkel gefärbt
  • der Keil in der Mitte der Schwanzflosse ist bei adulten (ausgewachsenen) Exemplaren schwarz
  • beide Rückenflossen stehen dicht beieinander. Die erste Rückenflosse ist länger als die zweite und flacht nach hinten ab, die zweite Rückenflosse ist kurz und spitz
  • hinter der der zweiten Rückenflosse und der Afterflosse befinden sich acht bis neun kleine Flössel
  • die angelegten Brustflossen des Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisches reichen bis hinter die Mitte der ersten Rückenflosse
  • die Bauchflossen sind sehr klein, der Schwanzflossenstiel wird durch zwei seitliche Keile verstärkt

Größe

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis) kann eine Länge von bis zu 300 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 450 Kilogramm erreichen. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa 200 cm.

Das bisher größte dokumentierte Exemplar hatte eine Länge von rund 300 Zentimetern und wog etwa 555 Kilogramm. Es wurde 1986 in den Gewässern südlich von Kyūshū gefangen.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch

Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis) ist eine Thunfischart, ist eine Thunfischart, die vor allem im Nordpazifik, von der ostasiatischen Küste bis zur Westküste Nordamerikas, vorkommt. Selten wurde er auch im Südpazifik gesichtet.

Er ist hauptsächlich eine pelagische Art, die in gemäßigten Ozeanen vorkommt, aber auch in den Tropen und in küstennäheren Regionen anzutreffen ist.

Er kommt in der Regel von der Oberfläche bis zu einer Tiefe von 200 m vor, wurde jedoch auch schon in einer Tiefe von 550 m beobachtet.

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch bildet Schwärme mit Artgenossen ähnlicher Größe. Manchmal sieht man ihn auch zusammen mit anderen Makrelenfischen. Zwischen Juni und September wandert er entlang der Küste von Baja California, Mexiko und Kalifornien in Richtung Norden.

Fast alle Fische sind kaltblütig (ektotherm). Thunfische, Gotteslachse und Makrelenhaie sind jedoch warmblütig: Sie können ihre Körpertemperatur regulieren.

Warmblütige Fische besitzen in der Nähe ihrer Muskeln Organe, die Retia mirabilia genannt werden. Diese bestehen aus einer Reihe winziger, paralleler Venen und Arterien, die die Muskeln versorgen und entwässern.

Wenn das wärmere Blut in den Venen zu den Kiemen zurückkehrt, um frischen Sauerstoff aufzunehmen, kommt es in engen Kontakt mit dem kalten, frisch mit Sauerstoff angereicherten Blut in den Arterien.

Dieses System wirkt wie ein Gegenstrom-Wärmetauscher: Die Wärme aus dem Blut in den Venen wird an das kältere arterielle Blut abgegeben, statt an den Kiemen verloren zu gehen.

Der Nettoeffekt ist ein geringerer Wärmeverlust über die Kiemen. Fische aus wärmeren Gewässern erhöhen ihre Temperatur um einige Grad, während Fische aus kalten Gewässern ihre Temperatur um bis zu 20 °C über die Temperatur des umgebenden Meeres erhöhen können.

Die Fähigkeit des Thunfischs, seine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, hat gegenüber anderen Meereslebewesen mehrere eindeutige Vorteile. Er muss seinen Lebensraum nicht entsprechend der Wassertemperatur einschränken und ist auch nicht von klimatischen Veränderungen abhängig.

Die zusätzliche Wärme, die den Muskeln zugeführt wird, ist ebenfalls von Vorteil, da sie zu mehr Kraft und Geschwindigkeit führt.


Fortpflanzung

Der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis) ist ovipar (eierlegend). Er erreicht im Alter von etwa 5 Jahren und einer Länge von etwa 150 cm die Geschlechtsreife.

Die Laichzeit dauert von April bis August, wobei der genaue Zeitpunkt von der Region abhängt: Er beginnt früh im Nordwesten des Philippinischen Meeres (dem südlichen Teil seines Brutgebiets) und spät im Japanischen Meer (dem nördlichen Teil seines Brutgebiets).

Große Weibchen können mehr Eier tragen als kleine; es wurden bereits zwischen 5 und 25 Millionen Eier gemeldet.


Nahrung

Zu den Beutetieren des Nordpazifischen Blauflossen-Thunfisches (Thunnus orientalis) zählen neben kleinen Schwarmfischen und Tintenfischen auch Krabben und Krill.


Fangmethoden

empfohlene Angelmethode

Schleppfischen mit dem "Kite" (Angeldrachen)
(die nachfolgenden Beschreibungen sind nur Vorschläge - natürlich können auch andere Methoden bzw. Gerätschaften benutzt werden)

Rute

BIG-GAME Rute (130 lb)

Rolle

robuste Multirolle (Meeresrolle)

Hauptschnur

geflochtene Schnur (250 lb Tragkraft)

Vorfach, Montage

Angeldrachen (Kite) - die Hauptschnur wird mit einem Clip am Kite befestigt und dieser hält den Köder knapp unter der Wasseroberfläche. Beim Biss wird die Hauptschnur freigegeben.

Haken, System

12/0

Köder

bester Köder: Makrele

Fangzeit

abhängig vom Fanggebiet (tropische, subtropische und gemäßigte Meere)

zusätzliche Tipps

Nur äußerst robustes Gerät verwenden - Thunfische sind sehr kampfstark.


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