Fischarten






Fischname:
Schwarzflossen-Thun
(Thunnus atlanticus)
Ordnung:
Scombriformes
(Scombriformes)
Familie:
Makrelen und Thunfische
(Scombridae)
Gattung:
Thunnus
Der Schwarzflossen-Thun (Thunnus atlanticus) ist eine in allen Weltmeeren verbreitete Thunfischart.
Der Schwarzflossen-Thun kann eine Länge von etwa 108 cm und ein Gewicht von etwa 21 kg erreichen.
Er gehört zur Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae) sowie zur Gattung Thunnus. Die englische Bezeichnung für diesen Fisch lautet „Blackfin tuna“.
Der Weltrekord für den schwersten jemals offiziell mit der Angel gefangenen Schwarzflossen-Thun beträgt 22,7 Kilogramm. Den Fisch fing Robert (Bob) Kowalski im Jahr 2004 vor der Küste von Miami, Florida (USA).
Das Fleisch des Schwarzflossen-Thuns gilt allerdings als hochgradig mit Quecksilber belastet. In den globalen Datenbanken für Quecksilber in Biota (GBMS) weist er oft die höchsten durchschnittlichen Quecksilberkonzentrationen unter den acht gängigen Thunfischarten auf.
Aufgrund dieser hohen Belastung wird empfohlen, den Verzehr von größeren Raubfischen wie dem Schwarzflossen-Thun stark einzuschränken. Besonders Schwangere, Stillende und Kinder sollten diese Art meiden.
Bei unsachgemäßer Lagerung oder mangelnder Kühlung können Bakterien das im Fischfleisch vorhandene Histidin in Histamin umwandeln. Histidin ist ein natürlicher Bestandteil des Muskeleiweißes von Makrelen und Thunfischen, zu denen der Schwarzflossen-Thun gehört. Besonders wandernde Fischarten mit hohem Anteil an dunkler Muskulatur weisen hohe Histidinwerte auf.
Ein hoher Histamingehalt kann zur sogenannten Scombroid-Vergiftung (Pseudoallergie) führen. Symptome wie Hautrötungen, Übelkeit und Kopfschmerzen treten oft schon kurz nach dem Verzehr auf.
Der Schwarzflossen-Thun wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als „nicht gefährdet“ (Least Concern) eingestuft.
Er gehört zu den häufigsten Thunfischarten im westlichen Zentralatlantik. Die Bestände gelten als vergleichsweise intakt und nicht überfischt. Er ist ein bedeutender Fisch für die Sportfischerei und die lokale kommerzielle Fischerei in Regionen wie Florida und der Karibik.
Der Schwarzflossen-Thun (Thunnus atlanticus) kann ein Alter von etwa 13 Jahren erreichen.
Merkmale des Schwarzflossen-Thuns:
Der Schwarzflossen-Thun (Thunnus atlanticus) kann eine Länge von etwa 108 cm Zentimetern und ein Gewicht von etwa 6-7 kg erreichen.
Der Schwarzflossen-Thun (Thunnus atlanticus) ist in allen Weltmeeren heimisch. Es handelt sich um tropische und subtropische Warmwasserfische. Sie sind vergleichsweise selten und kommen an der gesamten Ostküste Nord- und Südamerikas vor.
Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Massachusetts bis Rio de Janeiro in Brasilien und umfasst auch den Golf von Mexiko sowie die Karibik.
Der Schwarzflossen-Thun (Thunnus atlanticus) ist ovipar (eierlegend).
Diese Thunfische sind eine kurzlebige, schnell wachsende Art: Ein fünfjähriger Fisch gilt bereits als alt.
Sie erreichen ihre Geschlechtsreife im Alter von zwei Jahren, wenn sie ein Gewicht von etwa 4 bis 6 Pfund erreicht haben.
Das Laichen findet in der Regel zwischen April und November vor der Küste Floridas statt.
Im Golf von Mexiko und vor der Küste Nordbrasiliens laichen sie von Juni bis September. Der Golf von Mexiko gilt tatsächlich als einer der besten Laichplätze für den Schwarzflossen-Thun.
Die physikalisch-chemische Beschaffenheit des Golfs macht ihn zu einem unverzichtbaren Lebensraum für Jungfische. Ein Faktor, der die günstigen Bedingungen dort möglicherweise beeinflusst, ist der Nährstoffabfluss aus dem Mississippi. Dieser versorgt die Fischlarven mit Nährstoffen.
Schwarzflossen-Thune sind Warmwasserfische, die Wassertemperaturen über 20 °C bevorzugen. Die Weibchen geben ihre Eier in die Wassersäule ab, wo sie von Spermien befruchtet werden. Aus der Befruchtung entstehen pelagische Larven, die an der Wasseroberfläche bis zu einer Tiefe von 50 Metern zu finden sind.
Der Schwarzflossen-Thun (Thunnus atlanticus) ernährt sich von kleineren Fischen, Krebstieren und Tintenfischen. Diese jagen sie sowohl in der Nähe der Wasseroberfläche als auch in tieferen Gewässerbereichen.
Sie ernähren sich auch von Krebstieren wie Garnelen, Krabben, Amphipoden, Stomatopoden und den Larven von Zehnfußkrebsen. Kleinere Beutetiere fangen sie, indem sie das Wasser filtern, größere Beutetiere jagen sie aktiv.
Der Schwarzflossen-Thun eignet sich aufgrund seiner hohen Fleischqualität hervorragend für Sushi, Sashimi, Tataki oder Ceviche.
Auch Thunfischsteaks sind beliebt, die oft nur kurz scharf angebraten werden (seared), sodass der Kern rosa oder roh bleibt. Aufgrund seines kräftigen Eigengeschmacks harmoniert er gut mit Gewürzmischungen wie „Blackening Spice”, Curry oder „Jerk”-Gewürzen.
Der Schwarzflossen-Thun liefert unserem Körper wichtige Nährstoffe wie z.B. Vitamin A, B2, B6, B12, Jod, wichtige Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren.
Allerdings gilt das Fleisch des Schwarzflossen-Thuns gilt als hochgradig mit Quecksilber belastet. In den globalen Datenbanken für Quecksilber in Biota (GBMS) weist der Schwarzflossen-Thunfisch oft die höchsten durchschnittlichen Quecksilberkonzentrationen unter den acht gängigen Thunfischarten auf.
Weitere Informationen zu den Nährwerten von Fisch, beispielsweise zu Kilokalorien, Kilojoule, Eiweiß (Protein), Jod, Kochsalz, Fetten, Purin, Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA), Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, findet ihr hier:
Der Schwarzflossen-Thun ist Wirt für verschiedene Parasiten, darunter Vertreter der Gruppen Digenea, Monogenea, Cestoda, Nematoda und Crustacea. Letztere Gruppe umfasst die parasitären Copepoden Caligus coryphaenae, Caligus productus, Euryporus brachypterus und Pseudocycnus appendiculatus.
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