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Fischlexikon: Salvelinus leucomaenis japonicus


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Süßwasserfische"

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 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Salvelinus leucomaenis japonicus
Ordnung: Salmoniformes
(deutsch) Lachsartige
Familie: Salmonidae
(deutsch) Lachsfische
Gattung: Salvelinus
Gattung+Art: Salvelinus leucomaenis japonicus
Gesamt: 3227 Fischarten

Übersicht

Salvelinus leucomaenis japonicus ist ein Süßwasserfisch aus der Gattung Salvelinus und der Familie der Lachsfische (Salmonidae). Dieser Süßwasserfisch lebt endemisch auf der Kii-Halbinsel im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshū. Er stellt die südlichste Population der Gattung Salvelinus dar und gilt in seiner Region als Reliktart.

Salvelinus leucomaenis japonicus kann eine maximale Länge von etwa 35 cm erreichen. Seine englische Bezeichnung lautet „Kirikuchi char”. Die japanische Bezeichnung lautet „Yamato-Iwana”.

Da in seinem Verbreitungsgebiet noch weitere Unterarten des Japan-Saiblings (Salvelinus leucomaenis) eingeführt wurden, hat dies zu einer weitreichenden Hybridisierung geführt.

Salvelinus leucomaenis japonicus ist durch menschliche Eingriffe wie Umweltzerstörung und Überfischung vom Aussterben bedroht. Zudem wird die Art durch den Verlust genetischer Vielfalt infolge der Hybridisierung zunehmend gefährdet.


Merkmale

Salvelinus leucomaenis japonicus

Salvelinus leucomaenis japonicus

Merkmale von Salvelinus leucomaenis japonicus:

  • Salvelinus leucomaenis japonicus hat einen gestreckten, kräftigen und spindelförmigen Körperbau. Der Körper ist seitlich nur schwach komprimiert
  • die Schnauze ist stumpf und abgerundet. Bei älteren, dominanten Männchen kann sie sich leicht verlängern
  • die große Maulspalte reicht bis zum hinteren Ende der Augen. Das Maul ist endständig und mit zahlreichen Zähnen besetzt. Während der Laichzeit verformen sich die Kiefer der Männchen hakenförmig (Laichhaken)
  • die Augen sind groß und hochentwickelt. Sie sitzen weit vorne und oben am Kopf
  • die Schuppen sind extrem klein, rundlich (Cycloidschuppen) und tief in der dicken Schleimhaut eingebettet. Die Haut fühlt sich dadurch fast glatt an
  • die gut sichtbare Seitenlinie ist vollständig entwickelt und verläuft nahezu geradlinig entlang der Körpermitte von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzflossenbasis
  • die Körperfärbung von Salvelinus leucomaenis japonicus ist im oberen Körperbereich und auf den Seiten gräulich-braun bis olivgrün; die Bauchseite ist schmutzigweiß, gelblich oder silbrig
  • seine Körperflanken sind mit gelblichen, grünlichen oderrötlich-orangefarbenen Punkten bedeckt. Außerdem verlaufen auf den Körperseiten mehrere blass-dunkle Querbänder von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzflossenbasis
  • während der Paarungszeit färbt sich die Bauchseite der Männchen rot und der Rücken kann sich fast schwarz verfärben
  • Brust-, Bauch- und Afterflossen von Salvelinus leucomaenis japonicus zeigen einen weißen Saum
  • dieser Saibling besitzt, wie alle Arten der Gattung Salvelinus, eine Fettflosse

Größe

Salvelinus leucomaenis japonicus kann eine maximale Länge von etwa 35 Zentimetern erreichen.


Maximales Alter

Salvelinus leucomaenis japonicus erreicht ein maximales Alter von etwa 9 Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Salvelinus leucomaenis japonicus ist endemisch auf der Kii-Halbinsel im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshū beheimatet. Dieser Saibling lebt in den kalten, klaren Quellbächen und Oberläufen des Totsu-Flusssystems. Die Wassertemperatur liegt dort dauerhaft unter 15 °C.


Fortpflanzung

Die Männchen von Salvelinus leucomaenis japonicus erreichen die Geschlechtsreife bereits im Alter von etwa einem Jahr. Die Weibchen benötigen etwas länger und sind meist ab einem Alter von zwei Jahren bereit für die Fortpflanzung.

Die Laichzeit erstreckt sich von Oktober bis November. Die Fische nutzen genau dieses herbstliche Zeitfenster. Die Paarung wird durch sinkende Wassertemperaturen (optimal unter 10 °C) stark ausgelöst.

Das Weibchen sucht dazu flache, strömungsreiche Abschnitte in den Oberläufen von Flüssen oder Bächen auf. Der Untergrund muss aus sauberem, lockerem Kies oder Schotter bestehen. Mit kraftvollen Bewegungen seiner Schwanzflosse schlägt es dort eine Mulde, eine sogenannte Laichgrube, in den Kies. Dadurch wird feines Sediment weggespült.

Beim Geschlechtsakt drängt sich ein Männchen eng an die Flanke des Weibchens und beide versetzen ihre Körper in zitternde Bewegungen. Unter synchronem Zittern und dem Öffnen des Mauls geben beide Partner gleichzeitig Eier und Samen ab. Ein Weibchen laicht, je nach Körpergröße und Alter zwischen 1.000 und 5.000 Eier ab.

Die Elternfische betreiben keine aktive Brutpflege. Das Weibchen deckt die Eier direkt nach der Befruchtung durch erneute Schwanzschläge lediglich mit einer schützenden Schicht Kies ab.

Danach verlassen die Elterntiere das Nest. Im Gegensatz zu vielen Pazifischen Lachsen sterben Saiblinge nicht zwingend nach dem Laichen, sondern können im nächsten Jahr erneut laichen.

Aufgrund der kalten Wassertemperaturen im Winter dauert die Entwicklung der Fischlarven sehr lange. Sie schlüpfen erst im Spätwinter oder Frühjahr (meist zwischen Februar und April).

Nach dem Schlüpfen verbleiben die Larven zunächst noch wochenlang tief im schützenden Kiesbett. In dieser Zeit ernähren sie sich ausschließlich von ihrem körpereigenen Dottersack. Sobald dieser nach etwa einem Monat aufgezehrt ist, steigen die kleinen Saiblinge aus dem Kies auf. Dann beginnen sie, im Fluss aktiv nach Plankton und kleinen Insektenlarven zu jagen.


Nahrung

Salvelinus leucomaenis japonicus ernährt sich von Wasserinsekten und deren Larven, insbesondere von Eintagsfliegen (Ephemeroptera), Steinfliegen (Plecoptera), Köcherfliegen (Trichoptera) sowie Zuckmücken (Chironomidae) und Libellenlarven. Auch Schnecken und Blutegel stehen auf dem Speiseplan.

Hauptsächlich (bis zu 60%) ernähren sich diese Fische jedoch von Heuschrecken (Orthoptera). Diese werden bei einem Befall mit Saitenwürmern (Nematomorpha) von diesen Parasiten durch eine Art "Gehirnwäsche" förmlich gezwungen, ins Wasser zu springen.

Mit zunehmendem Alter werden sie dann zu Fischfressern. Sie jagen kleinere Fischarten, Fischbrut sowie Kaulquappen und kleine Amphibienlarven.


Bedeutung als Speisefisch

Omega 3 Fettsäuren

Salvelinus leucomaenis japonicus ist ein beliebter Speisefisch. Sein Fleisch ist fest, aromatisch und fettarm. Dieser Saibling hat nur wenige Gräten, die sich leicht entfernen lassen. Er kann gebraten, gegrillt, gedünstet oder geräuchert werden.

Zudem versorgt er unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen wie den Vitaminen A, B2, B6 und B12, Jod, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren. Hier erhaltet ihr weitere Informationen zu den Nährwerten von Süß- und Salzwasserfischen.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten von Lachsfischen findet ihr in der Beschreibung der Familie Salmonidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
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