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Fischlexikon: Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis)


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Salzwasserfische"

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Name: Galapagoshai
Ordnung: Carcharhiniformes
(deutsch) Grundhaie
Familie: Carcharhinidae
(deutsch) Requiemhaie
Gattung: Carcharhinus
Gattung+Art: Carcharhinus galapagensis
Gesamt: 3164 Fischarten

Übersicht

Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis)

Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis)

Der Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis) ist ein großer Hai aus der Gattung Carcharhinus und der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae).

Der Galapagoshai kann eine Länge von 3,70 m und ein Gewicht von 85,5 kg erreichen. Sein englischer Name lautet „Galapagos shark”.

Der Galapagoshai kommt vorwiegend vor tropischen Ozean-Inseln vor. Er lebt in der Regel über kontinentalen und insularen Schelfen in Küstennähe vor und bevorzugt zerklüftete Riffhabitate mit klarem Wasser und starken, konvergierenden Strömungen.

Während sich Jungtiere selten tiefer als 25 Meter wagen, wurden erwachsene Tiere bereits in einer Tiefe von 180 Metern gesichtet.

Gefährdung des Galapagoshaies

Der Galapagoshai wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als „nicht gefährdet” eingestuft. Er hat jedoch eine langsame Fortpflanzungsrate und ist in seinem gesamten Verbreitungsgebiet einem starken Fischereidruck ausgesetzt.

Ist der Galapagoshai für den Menschen gefährlich?

Der Galapagoshai wird als für den Menschen gefährlich eingestuft und ist sehr neugierig. Wenn er konfrontiert oder in die Enge getrieben wird, kann der Galapagoshai eine Drohgebärde ähnlich der des Grauen Riffhais ausführen.

Dabei führt er eine übertriebene, rollende Schwimmbewegung aus, krümmt seinen Rücken, senkt seine Brustflossen, bläht die Kiemen auf und reißt das Maul auf.

Zudem kann er seinen Kopf von einer Seite zur anderen schwingen, um die wahrgenommene Bedrohung in seinem Blickfeld zu behalten.

Seit 2008 wurden drei Angriffe des Galapagos-Hais auf Menschen bestätigt: ein tödlicher Angriff auf den Jungferninseln, ein weiterer tödlicher Angriff in Magens Bay an der Nordküste von St. Thomas auf den Jungferninseln sowie ein nicht tödlicher Angriff vor Bermuda. Im Februar 2018 kam es zu einem weiteren nicht tödlichen Haiangriff vor den Galapagosinseln.

Hier findet ihr weitere Informationen über die gefährlichsten Raubfische der Welt.


Merkmale

Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis)

Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis)

Die wichtigsten Merkmale des Galapagoshaies:

  • der Galapagoshai hat den für die Requiemhaie typischen stromlinienförmigen und mäßig stämmigen Körperbau
  • sein Maul enthält in aller Regel 14 Zahnreihen (zwischen 13 und 15) auf jeder Seite beider Kiefer sowie einen Zahn an der Symphyse, also dem Punkt, an dem die Kieferhälften aufeinandertreffen
  • die oberen Zähne sind kräftig und dreieckig, die unteren Zähne sind schmaler. Beide Zahnarten haben gezackte Kanten
  • die Schnauze des Galapagoshaies ist breit und abgerundet, mit undeutlichen vorderen Nasenklappen. Die Augen sind rund und mittelgroß
  • die Färbung ist oben bräunlich-grau und unten weiß mit einem schwachen weißen Streifen an den Seiten
  • die Ränder der Flossen des Galapagoshaies sind dunkler, aber nicht auffällig markiert.
  • die erste Rückenflosse ist hoch und mäßig sichelförmig. Ihr Ursprung liegt über den hinteren Spitzen der Brustflossen. Danach folgt ein niedriger Interdorsalkamm, der bis zur zweiten Rückenflosse verläuft, die etwa auf Höhe der Afterflosse beginnt. Die großen Brustflossen enden spitz

Verwechslungsarten: Der Galapagoshai unterscheidet sich vom Schwarzhai durch seine höheren Rückenflossen und seine größeren Zähne. Im Vergleich zum Grauen Riffhai hat er einen schlankeren Körper und seine erste Rückenflosse ist weniger spitz. Auch die Anzahl der Rückenwirbel vor dem Schwanzansatz unterscheidet diese drei Arten voneinander. Beim Galapagoshai sind es 58, beim Grauen Riffhai 110-119 und beim Schwarzhai 86-97. All diese Merkmale sind in der Natur jedoch nur schwer zu erkennen.


Größe

Der Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis) erreicht eine maximale Länge von etwa 370 cm. Seine durchschnittliche Länge beträgt etwa 300 cm. Das maximal publizierte Gewicht eines Galapagoshaies betrug 85,5 kg.


Maximales Alter

Der Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis) erreicht ein maximales Alter von etwa 24 Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis) lebt vorwiegend in der Nähe tropischer Inseln im Ozean.

Er lebt in der Regel über kontinentalen und insularen Schelfen in Küstennähe vor und bevorzugt zerklüftete Riffhabitate mit klarem Wasser und starken, konvergierenden Strömungen.

Im Atlantik ist er unter anderem um Bermuda, den Jungferninseln, Madeira, Kap Verde, Ascension, St. Helena und São Tomé anzutreffen.

Im Indischen Ozean ist er vom Walter's Shoal vor der Südküste Madagaskars bekannt. Im Pazifik kommt er um Lord Howe Island, den Marianen, den Marshallinseln, den Kermadecinseln, Tupai, dem Tuamotu-Archipel, den Juan-Fernández-Inseln, Hawaii, den Galapagos-Inseln, Cocos Island, den Revillagigedo-Inseln, Clipperton Island und Malpelo vor.

Es gibt einige wenige Berichte über diese Art in den kontinentalen Gewässern vor der Iberischen Halbinsel, Baja California, Guatemala, Kolumbien und Ostaustralien.

Der Galapagoshai kommt in der Regel über kontinentalen und insularen Schelfen in Küstennähe vor und bevorzugt zerklüftete Riffhabitate mit klarem Wasser und starken, konvergierenden Strömungen. Es ist auch bekannt, dass er Gruppen um felsige Inselchen und Seeberge bildet.

Er ist in der Lage, das offene Meer zwischen den Inseln zu überqueren, und wurde bereits in einer Entfernung von mindestens 50 Kilometern zum Land gesichtet. Während sich Jungtiere selten tiefer als 25 Meter wagen, wurden erwachsene Tiere in einer Tiefe von 180 Metern gesichtet.


Fortpflanzung

Der Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis) ist ein lebendgebärender Hai mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). Die sich entwickelnden Embryonen werden dabei über eine Plazenta-Verbindung versorgt, die aus dem erschöpften Dottersack gebildet wird.

Männchen werden mit einer Länge von 2,1–2,5 m und einem Alter von 6–8 Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit einer Länge von 2,2–2,5 m und einem Alter von 7–9 Jahren. Es wird jedoch vermutet, dass sich beide Geschlechter erst im Alter von zehn Jahren fortpflanzen.

Die Paarung findet von Januar bis März statt. Zu dieser Zeit sind Bissspuren der Männchen an den Weibchen sichtbar.

Die Weibchen bringen alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs zur Welt. Die Tragzeit beträgt schätzungsweise etwa ein Jahr. Nach der Befruchtung im Frühjahr ziehen die Weibchen in flache Aufzuchtgebiete und bringen vier bis 16 Junge zur Welt.

Die Geburtsgröße beträgt 61–80 cm. Beobachtungen von frei schwimmenden Jungtieren mit einer Länge von nur 57 cm im östlichen Pazifik deuten jedoch darauf hin, dass die Geburtsgröße geografisch variiert. Die Jungtiere bleiben in seichten Gewässern, um der Prädation durch größere Artgenossen zu entgehen.


Nahrung

Der Galapagoshai (Carcharhinus galapagensis) ernährt sich hauptsächlich von benthischen Knochenfischen wie zum Beispiel Aalen, Seebarschen, Plattfischen, Plattköpfen und Drückerfischen, sowie von Tintenfischen.

Gelegentlich fressen sie auch an der Oberfläche lebende Beutetiere wie Makrelen oder Fliegende Fische. Mit zunehmender Größe fressen die Haie immer mehr Rochen und kleinere Haie, (darunter auch Artgenossen) sowie Krebstiere und sogar unverdauliche Gegenstände wie Blätter, Korallen, Steine und Müll.

Auf den Galapagos-Inseln wurde beobachtet, wie diese Haie Galapagos-Seebären (Arctophoca galapagoensis), Seelöwen (Zalophus wollebaeki) und Meeresleguane (Amblyrhynchus cristatus) angriffen.

Beim Einsammeln von Fischen auf der Clipperton-Insel stellte Limbaugh (1963) fest, dass junge Galapagoshaie das Boot umkreisten und sich auf alles stürzten, was im Wasser schwamm.

Dabei schlugen sie gegen den Bootsboden, die Ruder und die Markierungsbojen. Die Haie ließen sich weder durch Rotenon (ein Fischgift) noch durch Hai-Abwehrmittel aufhalten, einige folgten dem Boot sogar in so seichtes Wasser, dass ihre Rücken aus dem Wasser ragten.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten des Galapagoshais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
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