SPONSOREN
Die Abenteuer von Fernando und Enrique: eine Reise um die Welt (Hörbuch)
Web-Statistiken
Besucher
Online: Heute: Gesamt:
34
4.476
31.014.367
 

Fischlexikon: Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti)


JAVASCRIPT ist deaktiviert!
Ativiere Javascript oder wechsle zu unserer Seite
Süßwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Rostpanzerwels
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Osteogaster
Gattung+Art: Osteogaster rabauti
Gesamt: 3184 Fischarten

Übersicht

Der Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti, Synonym: Corydoras rabauti) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Osteogaster. Er kann eine maximale Länge von etwa 6 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Rust corydoras“.

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Südamerika, wo er im Amazonasbecken verbreitet ist. Der Rostpanzerwels kommt in Teilen von Brasilien (oberer Amazonas, Einzugsgebiet des Rio Solimões und des Rio Negro), Kolumbien und Peru vor.


Merkmale

Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti)

Rostpanzerwels

Die wichtigsten Merkmale des Rostpanzerwelses:

  • sein Körperbau ist leicht hochrückig, gedrungen und seitlich etwas abgeflacht. Die höchste Stelle seines Körpers befindet sich unter dem Ansatz der Rückenflosse
  • die Schnauze des Rostpanzerwelses ist kurz und vorne abgerundet
  • das unterständige Maul ist von mehreren Bartelpaaren umgeben
  • die relativ großen und sehr beweglichen Augen sitzen weit oben am Kopf. Sie können unabhängig voneinander nach unten oder oben gedreht werden
  • auf den Körperseiten des Rostpanzerwelses verlaufen, wie bei allen Arten dieser Gattung, 2 Reihen von sich überlappenden Knochenplatten
  • das Seitenlinienorgan ist wie bei fast allen hochentwickelten Welsen stark reduziert und im vorderen Bereich nur als winzige Porenreihe auf den vorderen Panzerplatten sichtbar
  • der Rostpanzerwels ist äußerst farbenprächtig: die Grundfärbung erwachsener Fische ist meistens rostbraun bis rötlich-orange. Entlang des Rückens zieht sich eine dunkle Längsbinde vom Kopf bis zur Schwanzwurzel
  • bei jungen Exemplaren unter 3 cm Länge ist anstelle der Längsbinde eine sehr breite, blauschwarze Querbinde (Gürtelbinde) vorhanden, die sich vom Kopf bis zum Beginn der Rückenflosse erstreckt. Ab einer Länge von ca. 3 cm färben sich die Fische dann wie oben beschrieben um
  • um die Augen zieht sich ebenfalls ein dunkler Bereich. Nacken und Kehle sind meist gelblich gefärbt, während das Ende der Kiemendeckel und der Bereich direkt dahinter oftmals grünlich schimmern
  • die Bauchseite ist deutlich heller bis schmutzig-weiß gefärbt
  • die Flossen des Rostpanzerwelses sind weitgehend transparent, hellgrau oder zeigen einen leichten gelblich-transparenten Schimmer
  • die Rückenflosse besitzt einen kräftigen, spitzen Hartstrahl
  • wie alle Arten dieser Gattung besitzt auch der Rostpanzerwels eine Fettflosse
  • weibliche Exemplare werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Weibchen werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen
  • Knochenplatten: 21-23/19-21

Größe

Der Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti) erreicht eine maximale Länge von etwa 6 Zentimetern.


Maximales Alter

Der Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti) kann bei guter Pflege in einem Aquarium etwa 10 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Rostpanzerwelses erstreckt sich über Südamerika, wo er im Amazonasbecken heimisch ist. Er kommt in Brasilien (oberer Amazonas, Einzugsgebiet des Rio Solimões und des Rio Negro), in Kolumbien und in Peru vor.

Sein Lebensraum sind ruhige Waldbäche, Altwasserseen, Überschwemmungsgebiete und kleinere Nebenflüsse des Amazonas. Diese Gewässer besitzen einen feinen Sandgrund sowie weiche oder schlammige Untergründe.

Typisch für sein Habitat sind reichlich am Boden liegendes Falllaub und gedämpfte Lichtverhältnisse durch dichte Vegetation. Das Wasser ist tropisch warm (ca. 23–27 °C) und hat einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,2.


Aquaristik-Info

Temperatur: 23° C - 26° C
pH-Wert: 6,0-7,5
Gesamthärte: 2°-15°
Wasserregion: unten
Aquariumgröße: ab etwa 80 cm Länge für eine Gruppe von 8 Tieren (Aquariumvolumen berechnen)

Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex

Haltung:
Da es sich auch bei diesem Panzerwels um einen Darmatmer handelt, nimmt er Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten. Am besten wird das Becken daher abgedeckt.

Die Zugabe von Seemandelbaumblättern oder Erlenzapfen senkt den pH-Wert, puffert Schwankungen der Wasserwerte ab und stärkt das Immunsystem dieser Fische.

Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti)

Rostpanzerwels

Im Hintergrund des Beckens sollte eine dichte Bepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen, wie z.B. Vallisneria natans, Anubias oder Javafarn, vorhanden sein.

Es sollte jedoch auch ausreichend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen.

Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen. Beim Gründeln stecken sie den Kopf tief in den Sand.

Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln (Moorkienholz), Steinaufbauten oder Tonröhren vorhanden sein.

Da dieser sehr gesellige Fisch ein ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt, sollte er unbedingt in Gruppen von mindestens 6 bis10 Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften. Bei großen Gruppen empfehlen wir ein Artaquarium.

Da diese Welse sehr empfindlich auf Nitrat reagieren, sind eine regelmäßige Reinigung des Bodengrunds und ein wöchentlicher Wasserwechsel zwingend erforderlich. Das Wasser sollte schwach durchströmt und sauerstoffreich sein.

Diese Fische bevorzugen eine eher schwache Beleuchtung. Da sie in der Natur oft unter schattenspendenden Uferpflanzen leben, kann eine zu grelle Beleuchtung Stress verursachen. Schwimmpflanzen, wie beispielsweise Pistia stratiotes können dabei helfen, das Licht auf natürliche Weise zu dämpfen.

Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt in der Regel im Alter von 8 bis 12 Monaten ein. Der entscheidende Auslöser für das Ablaichen ist häufig die Simulation der Regenzeit durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser, eine intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie sehr weiches (2–8 °dH) und saures Wasser (pH-Wert 5,5 bis 6,5). Die Wasserhöhe im Zuchtbecken sollte etwa 25 cm betragen.

Das Zuchtbecken sollte mit 2 bis 3 Männchen und 1 Weibchen besetzt werden. Während der Paarung schwimmt das Weibchen unruhig durch das Becken und putzt potenzielle Laichstellen. Die Männchen folgen ihm aufgeregt (sie Vibrieren intensiv) und stupsen das Weibchen an den Körperflanken an. Bei der Befruchtung stellt sich das Männchen quer vor den Kopf des Weibchens, sodass ihre Körper die Form eines „T” bilden.

Während dieser Stellung gibt das Männchen sein Sperma ab. Das Weibchen nimmt dieses (vermutlich über das Maul oder die Kiemen) auf und leitet es zu den Eiern weiter.

Mit seinen Bauchflossen bildet das Weibchen eine kleine Tasche, in der es 2 bis 5 Eier auffängt. Anschließend schwimmt es zu einer zuvor gereinigten, glatten Fläche – meist die Aquarienscheibe, Pflanzenblätter oder Laichmopps – und klebt die Eier dort einzeln oder in kleinen Gruppen fest.

Ein Weibchen kann pro Laichgang bis zu 100 stark klebende Eier legen. Da die Elterntiere Laichräuber sind, sollten die Eier oder die Elterntiere nach dem Ablaichen getrennt werden.

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt, je nach Temperatur, nach etwa 3 bis 5 Tagen. Nach weiteren 2 bis 3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien, Essigälchen, Mikrowürmern oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.

Nach ca. 10 bis 14 Tagen können gesiebte Cyclops, feines Frostfutter oder zerriebene Futtertabletten (z. B. mit Spirulina) gefüttert werden. Jungfische sollten 3–6 Mal täglich in kleinen Portionen gefüttert werden.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Der Rostpanzerwels (Osteogaster rabauti) ist ein Allesfresser und ernährt sich in freier Natur vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
  4. Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag 1990, ISBN 3-89350-991-7
Urheberrechte für den Text
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der WESO GmbH.
Bildrechte

Viele Bilder unseres Fischlexikons sind durch Creative Commons (abgekürzt CC) oder andere Urheberrechte geschützt. Creative Commons ist nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Weitere Informationen zu Creative Commons Lizenzen findet Ihr [hier].

Informationen zur GNU-Lizenz für freie Dokumentation (kurz: GFDL) findet ihr [hier].

Die Urheber und Lizenzrechte für die Bilder auf dieser Seite werden angezeigt, wenn Ihr auf das jeweilige Bild oder auf "Bildrechte anzeigen" klickt.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und in der Größe beschnitten.

Haftungsausschluss, Youtube-Videos

Alle Artikel unseres Fischlexikons dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.

Wenn diese Seite Videos enthält und Ihr ein Video anklickt (öffnet), werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an den Betreiber des Videoportals (YouTube) gesendet. Daher ist es möglich, dass der Videoanbieter Eure Zugriffe speichert und Euer Verhalten analysieren kann. Dies geschieht jedoch erst, wenn Ihr ein Video auf dieser Seite öffnet.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und beschnitten. Weitere Infos unter "Bildrechte".