SPONSOREN
Die Abenteuer von Fernando und Enrique: eine Reise um die Welt (Hörbuch)
Web-Statistiken
Besucher
Online: Heute: Gesamt:
34
5.569
30.370.768
 

Fischlexikon: Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma)


JAVASCRIPT ist deaktiviert!
Ativiere Javascript oder wechsle zu unserer Seite
Süßwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Schwarzfleckenkärpfling
Ordnung: Beloniformes
(deutsch) Hornhechtartige
Familie: Adrianichthyidae
(deutsch) Reisfische
Gattung: Oryzias
Gattung+Art: Oryzias melastigma
Gesamt: 3172 Fischarten

Übersicht

Der Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma), auch Blauaugen-Reisfisch genannt, ist ein Süß- und Brackwasserfisch aus der Familie der Reisfische (Adrianichthyidae) und der Ordnung der Hornhechtartigen (Beloniformes).

Er stammt aus Asien, wo er in Indien, Sri Lanka und Bangladesch vorkommt. Er kann eine Länge von etwa fünf Zentimetern erreichen.


Merkmale

Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma)

Schwarzfleckenkärpfling (Männchen)

Merkmale des Schwarzfleckenkärpflings:

  • der Körper des Schwarzfleckenkärpflings ist schlank, langgestreckt und seitlich abgeflacht
  • er ist etwa hochrückiger als der Japanische Reiskärpfling (Oryzias latipes)
  • sein Maul ist oberständig (der Oberkiefer ist etwas länger)
  • die großen Augen irisieren hellblau
  • um die Augen und auf den Kiemendeckeln zeigen sich hellblaue Bereiche
  • die Grundfärbung des Schwarzfleckenkärpflings variiert von silbrig-grau bis bräunlich und zeigt manchmal einen schwach grünlichen Schimmer. Der Körper ist zum großen Teil transparent
  • die Körperflanken zeigen einen bläulichen bis violetten metallischen Glanz, der bei den Männchen intensiver ist als bei den Weibchen
  • der Rücken des Schwarzfleckenkärpflings ist meist olivbraun gefärbt. Entlang des Rückens zieht sich ein dunkler Strich bzw. Streifen
  • die Strahlen der Afterflosse der Männchen sind filamentartig verlängert. Auch die Strahlen der Rückenflosse sind verlängert
  • die Rücken-, Schwanz- und Afterflossen sind hellblau bis weißlich-blau eingesäumt
  • bei manchen Exemplaren ist ein schwarzer Fleck an der Basis der Rückenflosse sichtbar (ursprünglich namensgebend)
  • manche Exemplare des Schwarzfleckenkärpflings besitzen auf den Körperflanken unregelmäßig verteilte schwarze Flecken. Diese können sich manchmal zu einem Längsband vereinen, das sich bis in die Schwanzflosse zieht
  • die Rückenflosse des Schwarzfleckenkärpflings sitzt weit hinten am Körper und endet kurz vor der Schwanzflosse
  • die Schwanzflosse ist nach außen gerundet
  • die Männchen des Schwarzfleckenkärpflings besitzen einen schlankeren Körperbau als die Weibchen, die aufgrund ihrer Eier einen fülligeren Bauch haben. Bei den Männchen sind außerdem die Strahlen der Rücken- und Afterflossen verlängert. In der Paarungszeit intensivieren sie ihre Körperfärbung
  • diese Fische sind euryhalin und vertragen große Schwankungen des Salzgehalts im Wasser (Salinität)

Größe

Der Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma) erreicht eine maximale Länge von etwa 4 bis 5 Zentimetern.


Maximales Alter

Der Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma) kann in Gefangenschaft etwa eins bis zwei Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma)

Schwarzfleckenkärpfling (Weibchen)

Der Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma) ist in Asien beheimatet, wo er in Indien, Sri Lanka und Bangladesch vorkommt.

Sein Lebensraum sind vor allem Küstengebiete (Brackwasserbereiche) in Ästuaren (Flussmündungen).

Der Schwarzfleckenkärpfling hält sich gerne in Ufernähe auf, insbesondere zwischen Wurzeln und Mangroven.

Er ist eine euryhaline Art, das heißt, er besitzt eine sehr hohe Toleranz gegenüber schwankenden Salzgehalten.

Er kann problemlos in reinem Süßwasser sowie in vollsalzigem Wasser mit einer Salinität von bis zu 35 ppt überleben und sich dort sogar fortpflanzen.

In seinem natürlichen Lebensraum liegen die Wassertemperaturen zwischen etwa 22 °C und 30 °C, der pH-Wert zwischen 7,0 und 8,0.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 °C – 28 °C (nachts sollte die Temperatur etwas abgesenkt werden)
pH-Wert: 7,0 – 8,0
Gesamthärte: 10 – 25° dH
Aquariumgröße: ca. 60 x 40 x 30 cm (Aquariumvolumen berechnen)
Wasserregion: hauptsächlich knapp unter der Wasseroberfläche
Schwierigkeitsgrad: für Anfänger geeignet

Fütterung:
kleines Lebendfutter wie z. B. Artemia, Wasserflöhe, Cyclops, Mückenlarven, Tubifex sowie Frostfutter

Haltung:
Diese Fische sollten in einer kleinen Gruppe von acht bis zehn Tieren gepflegt werden. Sie bevorzugen klares, sauberes und nur schwach durchströmtes Wasser. Wöchentliche Teilwasserwechsel von etwa 20–30 % halten die Keimbelastung niedrig. Ein einfacher Schwammfilter oder Luftheber reicht aus, da die Fische keine starke Strömung mögen.

Ein dunkler Bodengrund lässt die Farben der Fische besser zur Geltung kommen. Ideal ist feiner Sand oder Kies mit einer Körnung von 0,4 mm bis 1 mm.

Da diese Fische keine zu intensive Beleuchtung mögen, wird gedimmtes Licht oder eine Beschattung durch Schwimmpflanzen empfohlen. Da Schwarzfleckenkärpflinge gute Springer sind, ist eine Abdeckung zwingend erforderlich.

Eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Wasserpflanzen (z.B. Tausendblatt, Hornkraut oder Javamoos) und Schwimmpflanzen (z. B. Froschbiss oder Wassersalat) bietet Versteckmöglichkeiten und Laichplätze. Es sollte jedoch auch genügend freier Schwimmraum vorhanden sein.

Da diese Fische nur oberflächennah fressen, sollte kein schnell absinkendes Futter, wie Granulate, verwendet werden.

Zucht:
Schwarzfleckenkärpflinge sind nach ca. 10 bis 12 Wochen (in manchen Fällen bis zu 5 Monaten) geschlechtsreif.

Für eine hohe Laichbereitschaft ist eine Wassertemperatur von 25–28 °C ideal. Sie laichen jedoch auch bei Raumtemperatur (16–24 °C). Eine tägliche Beleuchtungsdauer von ca. 13 bis 14 Stunden fördert die Eiablage.

Für eine optimale Aufzucht der Fischlarven sollte das Wasser im Aufzuchtbecken eine schwache Salinität aufweisen. Wir empfehlen eine Salinität von etwa 30 ppt. Obwohl Schwarzfleckenkärpflinge auch in Süßwasser laichen und leben können, ist die Haltung in Brackwasser für die Gesundheit der Tiere und zum Schutz vor bestimmten Krankheiten im Aufzuchtbecken vorzuziehen.

Die Weibchen tragen die Eier zunächst in Form einer Traube am After, bevor sie diese an feingliedrigen Pflanzen oder Substraten abstreifen. Laichmopps (aus Acrylwolle) oder feine Pflanzen wie Javamoos oder Hornkraut sind dafür essenziell. Da diese Fische ihre Eier fressen, sollten die Laichmopps täglich abgesammelt werden. Ältere Weibchen produzieren fast täglich neue Eier.

Um das Risiko einer Pilzinfektion zu verringern, können die Eier in einem separaten Gefäß mit etwas Methylenblau behandelt oder in frischem Wasser mit viel Sauerstoff (z. B. durch regelmäßigen Wasserwechsel) gehalten werden.

Der Schlupf der Larven erfolgt je nach Temperatur nach sieben bis 14 Tagen. Die Jungfische ernähren sich die ersten zwei bis drei Tage vom Dottersack. Danach benötigen sie feinstes Staubfutter, Artemia-Nauplien oder Infusorien.

Ein täglicher Wasserwechsel (ca. 50 %) im Aufzuchtbecken ist wichtig. Die Jungfische sollten erst zu den Elterntieren gesetzt werden, wenn sie zu groß sind, um gefressen zu werden. Dies ist nach etwa acht Wochen der Fall.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Der Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma) ernährt sich in der Natur hauptsächlich von Mückenlarven, Wasserflöhen und Anflugnahrung. Dazu zählen kleine Insekten, Blattläuse oder Fruchtfliegen, die ins Wasser fallen.


Krankheiten

Der Schwarzfleckenkärpfling (Oryzias melastigma) ist eine allgemein als robust und anpassungsfähig geltende Fischart. Dennoch kann er bei Stress, beispielsweise durch schlechte Wasserqualität, hohe Temperaturen oder falschen Besatz, verschiedene Fischkrankheiten bekommen.

häufige Krankheiten bei Reiskärpflingen:

  • Maul- oder Flossenfäule
    Wie der Name dieser Krankheit bereits vermuten lässt, bilden sich milchig weiße Stellen an den Flossen, an den Rändern der Schuppen und im Bereich des Fischmauls [weiterlesen...]
  • Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose)
    Erste Anzeichen sind Bewegungsunlust und Nahrungsverweigerung. Nach wenigen Tagen zeigen sich die namensgebenden weißen Pünktchen der herangewachsenen Parasiten in der Haut [weiterlesen...]
  • Samtkrankheit (Oodinium) (Parasit: Piscinoodinium pillulare)
    Bei einem starken Befall erscheint die Haut „samtartig”, daher der Name „Samtkrankheit”. Die Färbung dieses samtartigen Belags ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...]
  • Kiemenwürmer (Dactylogyrus)
    Dieser Parasit legt Eier, um sich zu vermehren. Er stirbt nach der Eiablage. Wenn seine Larven nicht innerhalb eines Tages einen Wirt finden, sterben auch sie [weiterlesen...]
  • Infektiöse Bauchwassersucht
    Die Infektiöse Bauchwassersucht kann man beispielsweise an einer extrem angeschwollenen Bauchseite eines Fisches erkennen [weiterlesen...]
  • Maul- oder Flossenfäule (Columnaris-Krankheit)
    Die Ursachen für diese Erkrankung sind in den meisten Fällen schlechte Haltungsbedingungen oder Stressfaktoren. Obwohl sich die Erreger in der Regel in fast jedem Aquarium befinden, können sie gesunden Fischen nichts anhaben [weiterlesen...]
  • Pilzerkrankung (Mykose)
    Eine Pilzerkrankung (Mykose) oder Pilzinfektion tritt stets als Sekundärinfektion auf. Pilzerkrankungen werden auch „Fischschimmel” oder „Wasserschimmel” genannt [weiterlesen...]

Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
  2. FishBase (englisch)
Urheberrechte für den Text
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung der WESO GmbH.
Bildrechte

Viele Bilder unseres Fischlexikons sind durch Creative Commons (abgekürzt CC) oder andere Urheberrechte geschützt. Creative Commons ist nicht der Name einer einzigen Lizenz. Die verschiedenen Lizenzen von Creative Commons weisen vielmehr große Unterschiede auf. Weitere Informationen zu Creative Commons Lizenzen findet Ihr [hier].

Informationen zur GNU-Lizenz für freie Dokumentation (kurz: GFDL) findet ihr [hier].

Die Urheber und Lizenzrechte für die Bilder auf dieser Seite werden angezeigt, wenn Ihr auf das jeweilige Bild oder auf "Bildrechte anzeigen" klickt.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und in der Größe beschnitten.

Haftungsausschluss, Youtube-Videos

Alle Artikel unseres Fischlexikons dienen ausschließlich der allgemeinen Information und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen.

Wenn diese Seite Videos enthält und Ihr ein Video anklickt (öffnet), werden personenbezogene Daten (IP-Adresse) an den Betreiber des Videoportals (YouTube) gesendet. Daher ist es möglich, dass der Videoanbieter Eure Zugriffe speichert und Euer Verhalten analysieren kann. Dies geschieht jedoch erst, wenn Ihr ein Video auf dieser Seite öffnet.

Alle Bilder wurden von uns digital bearbeitet und beschnitten. Weitere Infos unter "Bildrechte".