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Fischlexikon: Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques)


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Süßwasserfische"

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Name: Dreieckspanzerwels
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Callichthyidae
(deutsch) Panzer- und Schwielenwelse
Gattung: Osteogaster
Gattung+Art: Osteogaster eques
Gesamt: 3184 Fischarten

Übersicht

Der Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques, Synonym: Corydoras eques) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Osteogaster. Er kann eine maximale Länge von etwa 6 Zentimetern erreichen. Sein englischer Name lautet „Horsemans cory“.

Der Dreieckspanzerwels stammt aus Südamerika und ist insbesondere im brasilianischen Amazonasbecken, in der Region um Codajás und Tefé im Bundesstaat Amazonas, beheimatet. Er bewohnt typische südamerikanische Schwarzwasser- und Klarwasserbiotope.


Merkmale

Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques)

Dreieckspanzerwels

Die wichtigsten Merkmale des Dreieckspanzerwelses:

  • sein Körperbau ist leicht hochrückig, kräftig und seitlich etwas abgeflacht. Die höchste Stelle seines Körpers befindet sich unter dem Ansatz der Rückenflosse
  • die Schnauze des Dreieckspanzerwelses ist kurz und stumpf abgerundet. Dadurch wirkt der Kopf sehr kompakt
  • das unterständige Maul ist von drei Bartelpaaren umgeben
  • die relativ großen und sehr beweglichen Augen des Dreieckspanzerwelses sitzen weit oben am Kopf. Sie können unabhängig voneinander nach unten oder oben gedreht werden, sodass es scheint, als würde der Fisch blinzeln
  • auf den Körperseiten des Dreieckspanzerwelses verlaufen, wie bei allen Arten dieser Gattung, 2 Reihen von sich überlappenden Knochenplatten
  • das Seitenlinienorgan des Dreieckspanzerwelses ist wie bei fast allen hochentwickelten Welsen stark reduziert und im vorderen Bereich nur als winzige Porenreihe auf den vorderen Panzerplatten sichtbar. Es verläuft unauffällig unterhalb der oberen Knochenplattenreihe
  • die Körperflanken variieren von fast schwarz bis tief blaugrün (je nach Stimmung)
  • entlang der Rückenlinie erstreckt sich oft eine orangefarbene bis goldene Binde bis zur Schwanzflosse
  • direkt hinter dem Kopf verläuft ein breites, vertikales, orangefarbenes Band
  • auf dem Kopf zeigt sich ein dunkles Dreieck
  • die Bauchseite ist hell und weißlich-creme bis leicht gelblich gefärbt
  • alle Flossen sind weitgehend farblos-transparent bis leicht orange getönt und zeigen keine Zeichnungsmerkmale
  • die Rückenflosse ist hoch und dreieckig geformt. Die Schwanzflosse ist leicht gegabelt. Die Brustflossen besitzen kräftige, spitze Hartstrahlen, die als Wehrstacheln dienen
  • die Schwanzflosse ist deutlich eingekerbt
  • wie alle Arten dieser Gattung besitzt auch der Dreieckspanzerwels eine Fettflosse
  • weibliche Exemplare werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Sie werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen
  • Flossenformel: D I/6-7, A I/7, V I/5
  • Knochenplatten: 22-23 / 20-21

Größe

Der Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques) erreicht eine maximale Länge von etwa 6 Zentimetern, wobei die Weibchen größer werden als die Männchen. Männchen bleiben etwa einen Zentimeter kleiner.


Maximales Alter

Der Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques) kann bei guter Pflege in einem Aquarium etwa 8 bis 10 Jahre alt werden.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Der Dreieckspanzerwels stammt aus Südamerika und ist insbesondere im brasilianischen Amazonasbecken, in der Region um Codajás und Tefé im Bundesstaat Amazonas, beheimatet. Er bewohnt typische südamerikanische Schwarzwasser- und Klarwasserbiotope.

Er bevorzugt kleinere, langsam fließende Nebenflüsse und Bäche sowie Uferzonen mit abgeschatteten Bereichen, die von feinem, weichem Sandboden bedeckt sind und oft dick mit Falllaub überzogen sowie von Wurzelwerk durchzogen sind. Das Wasser ist weich, leicht sauer und reich an Huminstoffen (Schwarzwasser).

Das Wasser in seinem Lebensraum ist in der Regel weich, leicht sauer bis neutral (pH-Wert um 6,0 bis 6,8) und weist eine geringe elektrische Leitfähigkeit auf. Die Wassertemperaturen liegen meist zwischen 23 °C und 27 °C.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 °C - 26 °C
pH-Wert: 6,0-7,0
Gesamthärte: 2°-14°
Wasserregion: unten
Aquariumgröße: ab etwa 80 bis 100 cm Länge für eine Gruppe von 6 Tieren (Aquariumvolumen berechnen)

Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven, Glanzwürmer), feines Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex

Haltung:
Da es sich auch bei diesem Panzerwels um einen Darmatmer handelt, nimmt er Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten. Am besten wird das Becken daher abgedeckt.

Die Zugabe von Seemandelbaumblättern oder Erlenzapfen senkt den pH-Wert, puffert Schwankungen der Wasserwerte ab und stärkt das Immunsystem dieser Fische.

Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques)

Dreieckspanzerwels

Im Hintergrund des Beckens sollte eine dichte Randbepflanzung mit feinfiedrigen Pflanzen, wie z.B. Vallisneria natans, Anubias oder Javafarn, vorhanden sein.

Es sollte jedoch auch ausreichend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen. Wichtiger als die Höhe ist die Grundfläche des Aquariums.

Wichtig ist ein dunkler, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (ideal ist feiner Sand), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden „durchkauen” und nach Nahrung suchen. Beim Gründeln stecken sie den Kopf tief in den Sand.

Es sollten auch unbedingt Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln (Moorkienholz), Steinaufbauten oder Tonröhren vorhanden sein.

Da dieser sehr gesellige Fisch ein ausgeprägtes Sozialverhalten besitzt, sollte er unbedingt in Gruppen von mindestens 6 bis10 Tieren gehalten werden. Er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen, friedlichen Arten vergesellschaften. Bei großen Gruppen empfehlen wir ein Artaquarium.

Da diese Welse sehr empfindlich auf Nitrat reagieren, sind eine regelmäßige Reinigung des Bodengrunds und ein wöchentlicher Wasserwechsel zwingend erforderlich. Das Wasser sollte schwach durchströmt und sauerstoffreich sein.

Diese Fische bevorzugen eine eher schwache Beleuchtung. Da sie in der Natur oft unter schattenspendenden Uferpflanzen leben, kann eine zu grelle Beleuchtung Stress verursachen. Schwimmpflanzen, wie beispielsweise Pistia stratiotes können dabei helfen, das Licht auf natürliche Weise zu dämpfen.

Zucht:
Die Geschlechtsreife tritt in der Regel im Alter von 8 bis 12 Monaten ein. Der entscheidende Auslöser für das Ablaichen ist häufig die Simulation der Regenzeit durch einen kräftigen Wasserwechsel mit kühlerem Wasser, eine intensive Fütterung mit proteinreicher Nahrung sowie sehr weiches (2–8 °dH) und saures Wasser (pH-Wert 6,0 bis 6,8). Die Wasserhöhe im Zuchtbecken sollte etwa 25 cm betragen.

Die Wassertemperatur von etwa 24 bis 25 °C im Zuchtbecken sollte bei der Simulation der Regenzeit auf etwa 20 bis 22 °C abgesenkt werden.

Eine starke Sauerstoffzufuhr und eine stark erhöhte Strömung an der Wasseroberfläche (z. B. durch eine zusätzliche Strömungspumpe) sind zwingend erforderlich. Auch sollten die Laichsubstrate (wie Pflanzen oder Laichmopps) bis kurz unter die Oberfläche ragen.

Das Zuchtbecken sollte mit 2 bis 3 Männchen und 1 Weibchen besetzt werden. Während der Paarung schwimmt das Weibchen unruhig durch das Becken und putzt potenzielle Laichstellen. Die Männchen folgen ihm aufgeregt (sie Vibrieren intensiv) und stupsen das Weibchen an den Körperflanken an. Bei der Befruchtung stellt sich das Männchen quer vor den Kopf des Weibchens, sodass ihre Körper die Form eines „T” bilden.

Während dieser Stellung gibt das Männchen sein Sperma ab. Das Weibchen nimmt dieses (vermutlich über das Maul oder die Kiemen) auf und leitet es zu den Eiern weiter.

Mit seinen Bauchflossen bildet das Weibchen eine kleine Tasche, in der es einige Eier (ca. 2 bis 5) auffängt. Anschließend schwimmt es zu einer zuvor gereinigten, glatten Fläche – meist die Aquarienscheibe, Pflanzenblätter oder Laichmopps – und klebt die Eier dort einzeln oder in kleinen Gruppen fest.

Ein Weibchen kann pro Laichgang bis zu 800 stark klebende Eier legen. Da die Elterntiere Laichräuber sind, sollten die Eier oder die Elterntiere nach dem Ablaichen getrennt werden.

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt, je nach Temperatur, nach etwa 3 bis 5 Tagen. Nach weiteren 2 bis 3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien, Essigälchen, Mikrowürmern oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.

Nach ca. 10 bis 14 Tagen können gesiebte Cyclops, feines Frostfutter oder zerriebene Futtertabletten (z. B. mit Spirulina) gefüttert werden. Jungfische sollten 3–6 Mal täglich in kleinen Portionen gefüttert werden.

Für die Aufzucht der Larven sollte der Wasserstand im Aufzuchtbehälter drastisch auf 5 bis 10 cm abgesenkt werden. Da die Larven nach dem Aufbrauchen des Dottersacks zur Wasseroberfläche schwimmen müssen, um ihre Schwimmblase mit Luft zu füllen, verkürzt ein niedriger Wasserstand diesen kraftzehrenden Weg und verhindert, dass sie ertrinken.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Der Dreieckspanzerwels (Osteogaster eques) ist ein Allesfresser und ernährt sich in freier Natur vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten von Panzer- und Schwielenwelsen findet ihr in der Beschreibung der Familie Callichthyidae.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
  2. FishBase (englisch)
  3. Günther Sterba: Süsswasserfische der Welt. Urania Verlag 1990, ISBN 3-89350-991-7
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