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Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)
Der Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) ist ein Hai aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus. Sein englischer Name lautet „Caribbean Reef Shark”. Der Sandbankhai wird auch „Großflossenhai” oder „Atlantischer Braunhai” genannt.
Der Sandbankhai kann eine Länge von etwa 250 cm und ein Gewicht von etwa 240 kg erreichen.
Er ist eng mit dem Schwarzhai, dem Großnasenhai und dem Bullenhai verwandt.
Er ist im Atlantik und im Indopazifik beheimatet. Dort ist er häufig in flachen Küstengewässern wie Buchten, Flussmündungen oder Häfen über schlammigen oder sandigen Böden anzutreffen.
Ist der Sandbankhai gefährlich für den Menschen?
Im Allgemeinen gilt der Sandbankhai als nicht gefährlich für den Menschen. In Einzelfällen können Sandbankhaie jedoch aggressiv werden, wenn sie sich in der Nähe von toten oder verletzten Fischen befinden, beispielsweise in der Nähe von Fischfarmen.
Laut den Statistiken des „Florida Museum of Natural History“ und dessen SAF – International Shark Attack File – wurden 5 unprovozierte Angriffe auf Menschen verzeichnet. Keiner dieser Angriffe endete tödlich. „Unprovoziert” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Haie weder angefasst noch gefüttert wurden. Hier findet ihr weitere Informationen über die gefährlichsten Raubfische der Welt.
Bedrohung des Sandbankhais durch den Menschen
Sandbankhaie wurden in den letzten Jahrzehnten aufgrund ihres hohen Flossen-zu-Körpergewicht-Verhältnisses und der US-amerikanischen Fischereivorschriften, nach denen die Kadaver zusammen mit den Haifischflossen an Land gebracht werden müssen, unverhältnismäßig stark von der kommerziellen Haifischerei in den USA befischt. Auf der Roten Liste der IUCN wird er als „stark gefährdet“ (Endangered) geführt.
Im Jahr 2008 verbot der National Marine Fisheries Service (NMFS) auf Grundlage einer SEDAR-Bestandsbewertung aus dem Jahr 2006 alle kommerziellen Anlandungen von Sandbankhaien. Derzeit fängt eine kleine Anzahl speziell zugelassener Schiffe Sandbankhaie zu wissenschaftlichen Forschungszwecken.