Fortpflanzung
Wandersaibling (S. alpinus)
Der Wandersaibling (Salvelinus alpinus) laicht an felsigen Untiefen in Seen mit starker Wellenbewegung sowie in langsam fließenden, kiesbedeckten Bächen und Flüssen.
Wie bei den meisten Lachsfischen gibt es erhebliche Unterschiede in der Färbung und Körperform zwischen geschlechtsreifen Männchen und Weibchen.
Die Männchen entwickeln hakenförmige Kiefer (Laichhaken) und eine leuchtend rote Färbung. Die Weibchen bleiben dagegen relativ silbrig.
Das Weibchen schlägt mit seiner Schwanzflosse eine Laichgrube in den Kies. Ein Männchen schwimmt dabei um das Weibchen herum, drückt sich dann an ihre Seite und beginnt zu zittern. Anschließend laicht das Weibchen seine Eier ab, die dann vom Männchen befruchtet werden. Das Weibchen kann dabei bis zu fünfmal ablaichen, bevor es damit beginnt, die Eier mit Kies bzw. Sand zu bedecken.
Ein Weibchen laicht in der Regel 3.000 bis 5.000 Eier ab. Im Gegensatz zu Pazifischen Lachsen sterben Wandersaiblinge nicht nach dem Laichen, sondern laichen mehrmals im Laufe ihres Lebens, normalerweise alle 2 bis 3 Jahre. Männchen paaren sich meist nacheinander mit mehreren Weibchen.
Die jungen Wandersaiblinge schlüpfen im Frühjahr aus dem Kies und verbleiben 5 bis 7 Monate im Fluss, bis sie eine Länge von etwa 15 bis 20 cm erreicht haben. Wandersaiblinge werden im Alter von 4 bis 10 Jahren und bei einer Länge von 50 bis 60 Zentimetern geschlechtsreif.