Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Japanischer Reiskärpfling
Der Japanische Reiskärpfling (Oryzias latipes) ist in Laos, Vietnam, Ostchina und Korea sowie auf den japanischen Inseln von den Ryūkyū-Inseln bis Honshū heimisch.
Er bewohnt Reisfelder, Sümpfe, Teiche, langsam fließende Bäche und Gezeitentümpel.
Er ist euryhalin und kommt sowohl in Brack- als auch in Süßwasser vor.
Wie viele andere Zahnkarpfen wurde auch der Japanische Reiskärpfling in vielen Reihe zur Stechmückenbekämpfung in zahlreichen Gewässern angesiedelt.
Aquaristik-Info
Temperatur: 6 °C – 28 °C (vorzugsweise 18 - 24 °C, eine Winterpause mit ca. 20 °C wird empfohlen)
pH-Wert: 6,8 – 8,0
Gesamthärte: 9 – 25° dH
Karbonathärte (°KH): 3 – 10
Aquariumgröße: etwa 60 x 30 x 30 cm (Aquariumvolumen berechnen)
Haltung im Gartenteich: im Sommer ja, nicht im Winter
Wasserregion: hauptsächlich knapp unter der Wasseroberfläche
Schwierigkeit: für Anfänger geeignet
Fütterung:
kleines Lebendfutter wie z. B. Artemia, Wasserflöhe, Cyclops, Mückenlarven, Tubifex, Frostfutter
Haltung:
Diese Fische sollten in einer kleinen Gruppe von fünf bis acht Tieren gepflegt werden und bevorzugen klares, sauberes und nur schwach durchströmtes Wasser. Wöchentliche Teilwasserwechsel von etwa 20–30 % halten die Keimbelastung niedrig. Ein einfacher Schwammfilter oder Luftheber reicht aus, da die Fische keine starke Strömung mögen.
Ein dunkler Bodengrund lässt die Farben der Fische besser zur Geltung kommen. Ideal ist feiner Sand oder Kies mit einer Körnung von 0,4 mm bis 1 mm.
Die Fische mögen keine zu intensive Beleuchtung, daher wird gedimmtes Licht oder eine Beschattung durch Schwimmpflanzen empfohlen.
Da Japanische Reiskärpflinge gute Springer sind, ist eine Abdeckung zwingend erforderlich.
Eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Wasserpflanzen (z.B. Tausendblatt, Hornkraut oder Javamoos) und Schwimmpflanzen (z. B. Froschbiss oder Wassersalat) bietet Versteckmöglichkeiten und Laichplätze. Es sollte jedoch auch genügend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen.
Da diese Fische nur oberflächennah fressen, sollte kein schnell absinkendes Futter (Granulate) gefüttert werden.
Zucht:
Japanische Reiskärpflinge sind nach ca. 10 bis 12 Wochen (in manchen Fällen bis zu 5 Monaten) geschlechtsreif.
Für eine hohe Laichbereitschaft ist eine Wassertemperatur von 22–26 °C ideal. Sie laichen jedoch auch bei Raumtemperatur (16–24 °C). Eine tägliche Beleuchtungsdauer von ca. 13 bis 14 Stunden fördert die Eiablage.
Die Paarung erfolgt in der Regel am frühen Morgen. Dabei umschlingt das Männchen das Weibchen mit seiner ausgezogenen Afterflosse, klappt die gekerbte Rückenflosse um den Rücken des Weibchens und befruchtet dann die Eier.
Die Weibchen tragen die Eier zunächst in Form einer Traube am After, bevor sie diese an feingliedrigen Pflanzen oder Substraten abstreifen. Laichmopps (aus Acrylwolle) oder feine Pflanzen wie Javamoos oder Hornkraut sind essenziell. Da diese Fische ihre Eier fressen, sollten die Laichmopps täglich abgesammelt werden. Ältere Weibchen produzieren fast täglich neue Eier.
Um das Risiko einer Pilzinfektion zu verringern, können die Eier in einem separaten Gefäß mit etwas Methylenblau behandelt oder in frischem Wasser mit viel Sauerstoff (z. B. durch regelmäßigen Wasserwechsel) gehalten werden.
Der Schlupf der Larven erfolgt je nach Temperatur nach sieben bis 14 Tagen. Die Jungfische ernähren sich die ersten zwei bis drei Tage vom Dottersack. Danach benötigen sie feinstes Staubfutter, Artemia-Nauplien oder Infusorien.
Ein täglicher Wasserwechsel (ca. 50 %) im Aufzuchtbecken ist wichtig. Die Jungfische sollten erst zu den Elterntieren gesetzt werden, wenn sie zu groß sind, um gefressen zu werden, was nach etwa acht Wochen der Fall ist.
Bei der Zucht spezifischer Farbformen (wie Lame, Red King etc.) ist zu beachten, dass die Nachkommen oft nicht exakt wie die Elterntiere aussehen, da es sich um Hybride handelt.