Fischlexikon: Parachondrostoma toxostoma
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Süßwasserfische"
| Name: | Parachondrostoma toxostoma | |
| Ordnung: | Cypriniformes | |
| (deutsch) | Karpfenartige | |
| Familie: | Cyprinidae | |
| (deutsch) | Karpfenfische | |
| Gattung: | Parachondrostoma | |
| Gattung+Art: | Parachondrostoma toxostoma | |
| Gesamt: | 3195 Fischarten | |
Übersicht
Parachondrostoma toxostoma (Syn.: Chondrostoma toxostoma), manchmal auch "Savetta", "Sofie" oder "Südwesteuropäpsche Nase" genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und der Gattung Parachondrostoma. Diese Art ist äußerst selten und gilt nach der Roten Liste als vom Aussterben bedroht. In Europa ist sie ganzjährig geschützt.
Merkmale
Die wichtigsten Merkmale von Parachondrostoma toxostoma:
- ihre Körperfärbung ist auf der Rückenseite olivgrünlich, die Flanken sind silbrig, die Bauchseite weiß
- der Kopf ist relativ klein und kegelförmig bzw. konisch geformt
- die hufeisenförmige Mundspalte ist unterständig und mit kleinen Zähnen besetzt, der Unterkiefer ist mit einem hartem, hornigem Überzug versehen
- die Oberlippe zu einem dicken, nasenartigen Fortsatz vergrößert
- die Schuppen sind mittelgroß
- die Seitenlinie zeichnet sich gut sichtbar ab
- die Rücken- und Schwanzflossen sind gräulich-braun, die restlichen Flossen gelblich gefärbt
Größe
Parachondrostoma toxostoma wird maximal ca. 30 cm lang, das maximal publizierte Gewicht beträgt 350 gr.
Maximales Alter
Nicht bekannt.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet von Parachondrostoma toxostoma ist Südwesteuropa: Spanien, Frankreich und Schweiz (dort nur in der Region des Doubs (Rhonebecken)). Das Habitat dieser Art sind kleinere, klare Flüsse mit kiesigen oder sandigen Untergründen. Sie lebt bevorzugt in den Unterläufen der Flüsse.
Fortpflanzung
Die Laichzeit von Parachondrostoma toxostoma ist von Ende April bis Juni. In dieser Zeit wandert sie in großen Schwärmen stromaufwärts. Ihre Laichgründe sind Stellen mit starker Strömung und kiesigen Untergründen. Die Weibchen kleben ihre Eier an die Steine am Boden, wo sie dann von den Männchen befruchtet werden. Die Jungfische schlüpfen bei einer Wassertemperatur von 15° C nach ca. 8 Tagen. Die Elternfische betreiben keine Brutpflege.
Nahrung
Parachondrostoma toxostoma ernährt sich hauptsächlich von pflanzlichem Aufwuchs (z.B. Kieselalgen), die sie von Steinen mit Ihrem hornigen Maul abschabt. Sie frisst jedoch auch kleine Wirbellose.
Krankheiten
häufige Krankheiten bei Karpfenfischen (Cyprinidae):
- Koi-Herpesvirusinfektion
Die Koi-Herpesvirusinfektion ist eine durch das Koi-Herpesvirus (KHV) verursachte seuchenartige, akut bis subakut verlaufende virale Infektionskrankheit der Karpfen und Koi-Karpfen [weiterlesen...] - Beulen- oder Knotenkrankheit
Zuerst bilden sich in der Muskulatur härtere Beulen, die mit der Zeit weicher werden und dann nach außen wie ein Geschwür aufbrechen [weiterlesen...] - Cyprinidenkrankheiten durch Flagellaten
Erkrankungen durch Trypanosomen verlaufen in den meisten Fällen symptomfrei, lediglich bei stärkerem Befall kann es zu Nierenschäden, Bauchwassersucht und Glotzaugen kommen [weiterlesen...] - Fleckenseuche
Die erkrankten Fische weisen in der Haut fleckenartige (runde, ovale oder längliche) Rötungen bzw. weißgraue Nekrosen auf. Später lösen sich an diesen Stellen die Schuppen ab [weiterlesen...] - Frühlingsvirämie der Karpfen (SVC)
Insbesondere der aufgetriebene Bauch ermöglicht eine klinische Verdachtsdiagnose. Bei der pathologischen Untersuchung stellen sich ein blutig-seröses Exsudat in der Leibeshöhle, Ödeme und punktförmige Blutungen der inneren Organe dar [weiterlesen...] - Ichthyobodo necator (Costia necatrix)
Erste Anzeichen für einen Befall mit diesem Parasiten ist ein schmieriger, grauer Belag auf der Hautoberfläche des Fisches bis hin zur Hauttrübung [weiterlesen...] - Infektiöse Bauchwassersucht
Der Bauch der erkrankten Fische ist bei der Infektiösen Bauchwassersucht extrem angeschwollen, die Fische sondern einen hellen, schleimigen Kot ab, der Afterausgang ist entzündet [weiterlesen...] - Karpfenlaus (Argulus foliacaeus)
Die Karpfenlaus ist nur wenig wirtsspezifisch und bei einer Vielzahl von Fischen aus zahlreichen Fischfamilien nachgewiesen [weiterlesen...] - Kiemennekrose (KN)
An den Kiemen zeigen sich Schwellung, Schleimvermehrung, Erweiterung der Kapillaren und schließlich Blutungen [weiterlesen...] - Kratzwürmer
Die Symptome durch den Kratzwurmbefall sind sehr unterschiedlich und hängen von den infizierten Arten, deren Alter und Konstitution sowie von der Anzahl und der Art der Parasiten ab [weiterlesen...] - Pilzerkrankung (Mykose)
Eine Pilzerkrankung (Mykose) oder Pilzinfektion tritt stets als Sekundärinfektion auf. Pilzerkrankungen nennt man auch "Fischschimmel" oder "Wasserschimmel" [weiterlesen...] - Samtkrankheit
Bei einem starken Befall erscheint die Haut "samtartig", daher der Name "Samtkrankheit". Die Färbung dieses samtartigen Belages ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...] - Nierensphaerosporose
Die Nierensphaerosporose wird bei adulten (erwachsenen) Cypriniden ab dem 2. oder 3. Lebensjahr durch den Parasiten Sphaerospora renicola verursacht [weiterlesen...] - Rotfleckenkrankheit (PFRD)
Erkrankte Jungfische werden lethargisch, schwimmen nah der Wasseroberfläche oder sinken zum Gewässergrund. Auffallend ist das Zittern des kompletten Körpers der Jungfische [weiterlesen...] - Schwimmblasenentzündung (SBE)
Erste Anzeichen für eine Schwimmblasenentzündung sind eine Verdickung sowie eine deutlich gelbliche bis braune Trübung der Schwimmblasenwand im hinteren Bereich der Verbindungsstelle von vorderer und hinterer Kammer [weiterlesen...]
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