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Fischlexikon: Feinzahnhai (Carcharhinus isodon)


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Salzwasserfische"

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Name: Feinzahnhai
Ordnung: Carcharhiniformes
(deutsch) Grundhaie
Familie: Carcharhinidae
(deutsch) Requiemhaie
Gattung: Carcharhinus
Gattung+Art: Carcharhinus isodon
Gesamt: 3174 Fischarten

Übersicht

Feinzahnhai (Carcharhinus isodon)

Feinzahnhai (Carcharhinus isodon)

Der Feinzahnhai (Carcharhinus isodon) ist eine Haiart aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus.

Der Feinzahnhai kann eine Länge von etwa 190 cm erreichen. Die durchschnittliche Länge beträgt etwa 160 cm. Sein englischer Name lautet „Human's whaler shark”.

Der Feinzahnhai ist in nordamerikanischen Gewässern weit verbreitet und kommt von North Carolina bis zum nördlichen Golf von Mexiko vor.

Sehr selten verirrt er sich bis nach New York. In mittel- und südamerikanischen Gewässern ist er hingegen selten anzutreffen.

Es sind keine Angriffe des Feinzahnhais auf Menschen dokumentiert. Auf der Roten Liste der IUCN wird er als „Potenziell gefährdet“ (Near Threatened) geführt.


Merkmale

Oberkiefer des Feinzahnhais

Oberkiefer des Feinzahnhais

Merkmale des Feinzahnhais::

  • der Feinzahnhai hat einen relativ schlanken Körperbau
  • seine lange und schmale Schnauze läuft vorne spitz zu
  • sein breites Maul weist deutlich ausgeprägte Furchen an den Ecken auf
  • seine großen, runden Augen sind mit einer Nickhaut ausgestattet, die wie ein drittes Augenlid wirkt und die Augen schützt
  • einige Exemplare aus Florida haben grüne Augen
  • vor den Nasenlöchern des Feinzahnhais befinden sich kurze, breite dreieckige Hautlappen
  • auf jeder Seite des Oberkiefers befinden sich zwölf bis 15 Zahnreihen, auf jeder Seite des Unterkiefers 13 bis 14
  • die kleinen Zähne sind nadelartig mit einer schmalen zentralen Spitze und glatten bis fein gezackten Kanten
  • wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch der Feinzahnhai fünf Kiemenspalten
  • im Vergleich zu anderen Arten dieser Gattung sind die Kiemenspalten sehr lang
  • ein Spritzloch (Spiraculum) ist nicht vorhanden
  • der Körper des Feinzahnhais ist mit kleinen, sich überlappenden Hautzähnchen bedeckt. Diese tragen jeweils drei horizontale Kämme, die zu Randzähnen führen
  • die Körperfärbung des Feinzahnhais ist auf der oberen Körperhälfte dunkelblau bis grau
  • die Bauchregion ist weißlich gefärbt
  • entlang der Körperflanken kann ein schwaches helles Längsband verlaufen
  • die erste Rückenflosse ist hoch, dreieckig und oben spitz. Sie beginnt vor den freien hinteren Spitzen der Brustflossen
  • die zweite Rückenflosse ist relativ groß und beginnt über der Afterflosse
  • zwischen den Rückenflossen befindet sich ein schwacher Interdorsalkamm
  • die kleinen, sichelförmigen Brustflossen des Feinzahnhais haben spitze Enden

Größe

Der Feinzahnhai (Carcharhinus isodon) kann eine maximale Länge von etwa 190 bis 200 cm erreichen. Männchen werden durchschnittlich etwa 160 cm, Weibchen etwa 170 cm lang.


Maximales Alter

Die Männchen des Feinzahnhais (Carcharhinus isodon) können ein Alter von etwa neun Jahren, Weibchen von etwa 14 Jahren erreichen.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Unterkiefer des Feinzahnhais

Unterkiefer des Feinzahnhais

Der Feinzahnhai (Carcharhinus isodon) ist in nordamerikanischen Gewässern weit verbreitet. Er kommt von North Carolina bis zum nördlichen Golf von Mexiko vor.

Sehr selten verirrt er sich bis nach New York. In mittel- und südamerikanischen Gewässern ist er vermutlich ebenfalls selten, möglicherweise kommt er aber häufiger vor als derzeit bekannt.

Er wurde vor Trinidad und Guyana sowie seltener in der Karibik und vor der Südküste Brasiliens von São Paulo bis Santa Catarina gesichtet.

Die Populationen im Nordwestatlantik, im Golf von Mexiko und in Südamerika sind unterschiedlich voneinander und es gibt kaum Austausch zwischen ihnen. Der Feinzahnhai kommt häufig in Strandnähe, in Buchten und Flussmündungen vor. Er bewohnt extrem flache Gewässer, die im Sommer nicht tiefer als 10 Meter und im Winter nicht tiefer als 20 Meter sind.

Früher wagte er sich in die Flüsse der Golfküstenebene von Texas, doch heute sind die meisten Zugänge zu diesem Gebiet durch Dämme versperrt.

Die Population des Feinzahnhais im Nordwestatlantik ist stark wandernd: Von Ende März bis Anfang Mai, wenn die Wassertemperatur über 20 °C steigt, kommen zunächst die Jungtiere und anschließend die adulten Tiere vor South Carolina an. Sie bleiben bis September/Mitte Oktober, bis die Wassertemperatur sinkt und sie nach Florida weiterziehen. Die Wanderungen anderer Populationen sind nicht bekannt.


Fortpflanzung

Der Feinzahnhai (Carcharhinus isodon) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). In den ersten 15 Wochen werden die sich entwickelnden Embryonen durch Dotter ernährt. Anschließend entwickelt sich der erschöpfte Dottersack zu einer Plazenta, die eine Verbindung zur Mutter herstellt.

Im Nordwestatlantik erreichen Männchen bei einer Gabelungslänge (Länge von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzflossengabelung) von 99 cm und Weibchen bei 102 cm die Geschlechtsreife. Dies entspricht einem Alter von fünf bzw. sechs Jahren.

Die Individuen der Population im Nordwestatlantik sind größer und erreichen die Geschlechtsreife später als die der Population im Golf von Mexiko. Männchen beider Populationen wachsen ähnlich schnell, Weibchen im Nordwestatlantik jedoch langsamer als Weibchen im Golf von Mexiko.

Im Golf von Mexiko werden Männchen bei einer Gabelungslänge von 94 cm und Weibchen bei 99 cm geschlechtsreif, was einem Alter von vier bzw. fünf Jahren entspricht.

Weibchen bringen alle zwei Jahre zwei bis sechs Junge zur Welt, die bei der Geburt eine Länge von 48 bis 64 cm erreichen. Im Nordwestatlantik findet die Paarung von Anfang Mai bis Anfang Juni statt, und die Jungen werden nach einer Tragzeit von zwölf Monaten etwa zur gleichen Zeit im folgenden Jahr geboren.

Die Männchen beißen die Weibchen, um sie für die Kopulation festzuhalten. Das vom Männchen abgesonderte Sperma verfestigt sich im Uterus des Weibchens zu einer großen, schwammartigen Masse, in die die einzelnen Spermien eingebettet sind. Die Funktion dieser kurzlebigen Struktur, die als „Spermatozeugma” bezeichnet wird, ist unbekannt.

Flache Buchten und Flussmündungen wie Bull's Bay in South Carolina dienen als wichtige Aufzuchtgebiete für neugeborene und junge Tiere.


Nahrung

Der Feinzahnhai (Carcharhinus isodon) ernährt sich hauptsächlich von kleinen Knochenfischen. Tagsüber begibt er sich oft in die Brandungszone, um zu jagen.

Im Nordwestatlantik ist die wichtigste Beute dieser Art der Atlantische Menhaden (Brevoortia tyrannus). Vor der Nordwestküste Floridas leben Haie jeden Alters fast ausschließlich von dieser Fischart.

Weitere bekannte Beutetiere sind der Augenfleck-Umber (Leiostomus xanthurus), die Spanische Makrele (Scomberomorus maculatus), Meeräschen (Mugil spp.) und Garnelen. In einem Fall wurde sogar ein junger Atlantischer Spitznasenhai (Rhizoprionodon terraenovae) gefangen.


Bedeutung als Speisefisch

Der Feinzahnhai hat nur eine untergeordnete kommerzielle Bedeutung. Er wird jedoch von lokalen Fischern mit Kiemennetzen in Küstennähe gezielt gefangen. Zudem wird er als Beifang in anderen Fischereien eingebracht.

Wie bei vielen Haiarten besteht beim Verzehr das Risiko der Bioakkumulation von Schwermetallen wie Quecksilber.


Krankheiten

Zu den dokumentierten Parasiten gehören der Bandwurm Triloculatum geeceearelensis sowie nicht identifizierte Arten der Gattungen Anthobothrium, Paraorygmatobothrium und Phoreiobothrium.

Weitere Informationen zu Krankheiten des Feinzahnhais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
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