Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Oryzias mekongensis stammt aus Südostasien, wo er vor allem das Einzugsgebiet des Mekong in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam bewohnt.
Er lebt dort ausschließlich in Süßwasser in in flachen, stehenden oder sehr langsam fließenden Gräben, Sümpfen, Kanälen, Teichen und Reisfeldern mit dichtem Pflanzenbewuchs.
Diese Fische bevorzugen sauberes Wasser mit Temperaturen zwischen 22 °C und 28 °C sowie einer Gesamthärte von 2 bis 12 °dH. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,5 liegen.
Aquaristik-Info
Temperatur: 22 °C – 28 °C (ideal: 23 °C bis 27 °C)
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Gesamthärte: 2 – 12° dH
Aquariumgröße: ab etwa 25 Liter / 40 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Wasserregion: Mitte bis oben
Schwierigkeitsgrad: für Anfänger geeignet, Nachzucht etwas schwieriger
Fütterung:
kleines Lebendfutter wie z. B. Artemia, Wasserflöhe, Cyclops, Mückenlarven, Tubifex sowie Frostfutter
Haltung:
Diese Fische sollten in Gruppen von etwa fünf bis zehn Tieren gehalten werden. Sie bevorzugen klares, sauberes und nur schwach durchströmtes Wasser. Größere Schwankungen der Wassertemperatur vertragen die Fische nicht.
Durch wöchentliche Teilwasserwechsel von ca. 20–30 % bleibt die Keimbelastung niedrig. Da die Fische keine starke Strömung mögen, reicht ein einfacher Luftheber aus. Es sollten diverse Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere vorhanden sein.
Ein dunkler Bodengrund lässt die Farben der Fische besser zur Geltung kommen. Ideal ist feiner Sand oder Kies mit einer Körnung von 0,4 mm bis 1 mm. Da diese Fische keine zu intensive Beleuchtung mögen, wird gedimmtes Licht oder eine Beschattung durch Schwimmpflanzen empfohlen. Da diese Fische gute Springer sind, ist eine Abdeckung zwingend erforderlich.
Eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Wasserpflanzen (z.B. Tausendblatt, Hornkraut oder Javamoos) und Schwimmpflanzen (z. B. Froschbiss oder Wassersalat) bietet den Fischen Versteckmöglichkeiten und Laichplätze. Es sollte jedoch auch genügend freier Schwimmraum vorhanden sein. Eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Arten, wie beispielsweise Bettas ist problemlos möglich.
möchten, sollten Sie darauf achten, dass sie nicht mit anderen Oryzias-Arten vergesellschaftet werden, da sie leicht hybridisieren.
Da diese Fische nur oberflächennah fressen, sollte kein schnell absinkendes Futter, wie Granulate, verwendet werden.
Zucht:
Bei guter Pflege erreichen diese Fische die Geschlechtsreife bereits nach ca. zwei bis drei Monaten.
Um eine hohe Laichbereitschaft zu erreichen, sind eine konstante Wassertemperatur von 22–28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 sowie eine Gesamthärte von mehr als 2 bis 8° dH ideal.
Die Paarung findet in der Regel in den frühen Morgenstunden statt. Dabei schwimmt das Männchen aufgeregt um das Weibchen herum, spreizt seine Flossen und versucht, es in Richtung feingliedriger Pflanzen oder eines Laichmopps zu treiben. Zeigt das Weibchen Interesse, schwimmen beide Tiere eng nebeneinander her. Dabei stupst das Männchen das Weibchen oft sanft an der Flanke oder unter dem Bauch an.
Das Männchen schmiegt sich eng an das Weibchen und umschließt mit seiner Afterflosse dessen Bauchregion. Es scheint, als würde es sie „umarmen”. In dieser Position werden die Eier aus der Genitalöffnung des Weibchens gepresst und gleichzeitig vom Männchen befruchtet. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden.
Nach der Trennung hängen die befruchteten Eier (in der Regel zwei bis fünf Stück) wie eine kleine Weintraube an der Geschlechtsöffnung des Weibchens. Sie sind durch feine Haftfäden miteinander verbunden. Das Weibchen schwimmt nun einige Zeit (einige Minuten bis einige Stunden) mit diesem Eipaket umher, bevor es gezielt durch Pflanzen oder Moose schwimmt. Dabei bleiben die klebrigen Eier an den Blättern hängen und sind dort sich selbst überlassen.
Da die Männchen sehr ausdauernd werben, empfiehlt sich im Aquarium ein Überschuss an Weibchen (z. B. ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen), damit die einzelnen Weibchen nicht zu sehr gestresst werden.
Bei einer Wassertemperatur von 22 bis 28 °C schlüpfen die Larven nach etwa 10 bis 14 Tagen. Je wärmer das Wasser ist, desto schneller entwickeln sich die Embryonen im Ei. In den ersten Tagen nach dem Schlüpfen zehren die Larven noch kurz von ihrem Dottersack, suchen dann aber sofort nach Kleinstnahrung.
Die winzigen Larven sollten zunächst mit Staubfutter gefüttert werden. Ein Büschel Javamoos aus einem eingefahrenen Becken liefert natürliche Mikroorganismen. Sobald die Larven nach etwa vier bis sieben Tagen groß genug sind, können sie mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Infusorien gefüttert werden.
Ab einem Alter von etwa 21 Tagen kann man dann auf fein zerriebenes Flockenfutter oder feines Granulat umsteigen. Grundsätzlich sollte man lieber mehrere kleine Portionen (3–5 x täglich) füttern. Da das Wasser in kleinen Aufzuchtbecken schnell belastet wird, sind regelmäßige, vorsichtige Wasserwechsel (ca. 10 % täglich) notwendig.
Diese Fische sind Laichräuber. Wenn man viele Jungfische aufziehen möchte, sollte man entweder die Eier absammeln oder die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernen.
Die Jungfische sollten erst wieder zu den Elterntieren gesetzt werden, wenn sie zu groß sind, um gefressen zu werden. Dies ist nach etwa acht Wochen der Fall.