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Fischlexikon: Oryzias mekongensis


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Süßwasserfische"

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 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Oryzias mekongensis
Ordnung: Beloniformes
(deutsch) Hornhechtartige
Familie: Adrianichthyidae
(deutsch) Reisfische
Gattung: Oryzias
Gattung+Art: Oryzias mekongensis
Gesamt: 3179 Fischarten

Übersicht

Oryzias mekongensis ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Reisfische (Adrianichthyidae) und der Gattung der Reiskärpflinge (Oryzias). Er kann eine Länge von etwa 2,5 bis 3 cm erreichen. Sein englischer Name lautet „Mekong ricefish”.

Er stammt aus dem Nordosten Thailands, Laos und in Kambodschas und lebt dort im Mekong-Flusssystem. Er lebt ausschließlich in Süßgewässern, beispielsweise in Gräben, Sümpfen, Kanälen und Teichen mit klarem Wasser.


Merkmale

Oryzias mekongensis

Oryzias mekongensis

Merkmale von Oryzias mekongensis:

  • der Körper von Oryzias mekongensis ist schlank, langgestreckt und seitlich abgeflacht
  • der Kopf ist auf der Oberseite abgeflacht
  • das Maul von Oryzias mekongensis ist oberständig (der Oberkiefer ist etwas länger). Dies ist typisch für Fische, die ihre Nahrung bevorzugt nahe der Wasseroberfläche aufnehmen
  • die relativ großen, hellblau gefärbten Augen von Oryzias mekongensis befinden sich auf der Oberseite des Kopfes
  • wie auch bei vielen Arten dieser Gattung ist das Seitenlinienorgan auf dem Körper oft reduziert und besteht primär aus Sinnesorganen (Neuromasten) am Kopf
  • der Körper von Oryzias mekongensis ist weitgehend transparent. Die Färbung ist silbrig-bläulich, bräunlich oder grau
  • ein markantes Merkmal von Oryzias mekongensis sind die leuchtend orangefarbenen bis zinnoberroten Ränder an der Ober- und Unterkante der Schwanzflosse
  • die markante Färbung der Schwanzflosse ist bei den Männchen deutlich intensiver ausgeprägt als bei den Weibchen, bei denen sie oft ganz fehlt oder nur schwach angedeutet ist. Bei Erregung (z. B. Balz) kann sich der Bereich innerhalb der roten Ränder schwärzlich verfärben
  • die Rückenflosse sitzt weit hinten am Körper und endet kurz vor der Schwanzflosse
  • bei geschlechtsreifen Männchen verlängern sich die Flossenstrahlen der Rücken- und Afterflosse, sodass sie kammartig wirken. Insgesamt wirken diese Flossen bei den Männchen deutlich größer als bei den Weibchen
  • die Schwanzflosse ist meist gerade abgeschnitten oder leicht abgerundet
  • ein eindeutiges Merkmal der Weibchen von Oryzias mekongensis ist das Tragen einer Laichtraube. Diese bleibt nach der Befruchtung für einige Zeit an der Geschlechtsöffnung hängen, bevor die Eier an Pflanzen abgestreift werden

Größe

Oryzias mekongensis wird maximal zwei bis drei Zentimeter lang.


Maximales Alter

Bei guter Pflege kann Oryzias mekongensis in Gefangenschaft ein Alter von etwa zwei bis drei Jahren erreichen.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Oryzias mekongensis

Oryzias mekongensis

Oryzias mekongensis stammt aus Südostasien, wo er vor allem das Einzugsgebiet des Mekong in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam bewohnt.

Er lebt dort ausschließlich in Süßwasser in in flachen, stehenden oder sehr langsam fließenden Gräben, Sümpfen, Kanälen, Teichen und Reisfeldern mit dichtem Pflanzenbewuchs.

Diese Fische bevorzugen sauberes Wasser mit Temperaturen zwischen 22 °C und 28 °C sowie einer Gesamthärte von 2 bis 12 °dH. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,5 liegen.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 °C – 28 °C (ideal: 23 °C bis 27 °C)
pH-Wert: 6,0 – 7,5
Gesamthärte: 2 – 12° dH
Aquariumgröße: ab etwa 25 Liter / 40 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Wasserregion: Mitte bis oben
Schwierigkeitsgrad: für Anfänger geeignet, Nachzucht etwas schwieriger

Fütterung:
kleines Lebendfutter wie z. B. Artemia, Wasserflöhe, Cyclops, Mückenlarven, Tubifex sowie Frostfutter

Haltung:
Diese Fische sollten in Gruppen von etwa fünf bis zehn Tieren gehalten werden. Sie bevorzugen klares, sauberes und nur schwach durchströmtes Wasser. Größere Schwankungen der Wassertemperatur vertragen die Fische nicht.

Durch wöchentliche Teilwasserwechsel von ca. 20–30 % bleibt die Keimbelastung niedrig. Da die Fische keine starke Strömung mögen, reicht ein einfacher Luftheber aus. Es sollten diverse Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere vorhanden sein.

Ein dunkler Bodengrund lässt die Farben der Fische besser zur Geltung kommen. Ideal ist feiner Sand oder Kies mit einer Körnung von 0,4 mm bis 1 mm. Da diese Fische keine zu intensive Beleuchtung mögen, wird gedimmtes Licht oder eine Beschattung durch Schwimmpflanzen empfohlen. Da diese Fische gute Springer sind, ist eine Abdeckung zwingend erforderlich.

Eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Wasserpflanzen (z.B. Tausendblatt, Hornkraut oder Javamoos) und Schwimmpflanzen (z. B. Froschbiss oder Wassersalat) bietet den Fischen Versteckmöglichkeiten und Laichplätze. Es sollte jedoch auch genügend freier Schwimmraum vorhanden sein. Eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Arten, wie beispielsweise Bettas ist problemlos möglich.

möchten, sollten Sie darauf achten, dass sie nicht mit anderen Oryzias-Arten vergesellschaftet werden, da sie leicht hybridisieren.

Da diese Fische nur oberflächennah fressen, sollte kein schnell absinkendes Futter, wie Granulate, verwendet werden.

Zucht:
Bei guter Pflege erreichen diese Fische die Geschlechtsreife bereits nach ca. zwei bis drei Monaten.

Um eine hohe Laichbereitschaft zu erreichen, sind eine konstante Wassertemperatur von 22–28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 sowie eine Gesamthärte von mehr als 2 bis 8° dH ideal.

Die Paarung findet in der Regel in den frühen Morgenstunden statt. Dabei schwimmt das Männchen aufgeregt um das Weibchen herum, spreizt seine Flossen und versucht, es in Richtung feingliedriger Pflanzen oder eines Laichmopps zu treiben. Zeigt das Weibchen Interesse, schwimmen beide Tiere eng nebeneinander her. Dabei stupst das Männchen das Weibchen oft sanft an der Flanke oder unter dem Bauch an.

Das Männchen schmiegt sich eng an das Weibchen und umschließt mit seiner Afterflosse dessen Bauchregion. Es scheint, als würde es sie „umarmen”. In dieser Position werden die Eier aus der Genitalöffnung des Weibchens gepresst und gleichzeitig vom Männchen befruchtet. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden.

Nach der Trennung hängen die befruchteten Eier (in der Regel zwei bis fünf Stück) wie eine kleine Weintraube an der Geschlechtsöffnung des Weibchens. Sie sind durch feine Haftfäden miteinander verbunden. Das Weibchen schwimmt nun einige Zeit (einige Minuten bis einige Stunden) mit diesem Eipaket umher, bevor es gezielt durch Pflanzen oder Moose schwimmt. Dabei bleiben die klebrigen Eier an den Blättern hängen und sind dort sich selbst überlassen.

Da die Männchen sehr ausdauernd werben, empfiehlt sich im Aquarium ein Überschuss an Weibchen (z. B. ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen), damit die einzelnen Weibchen nicht zu sehr gestresst werden.

Bei einer Wassertemperatur von 22 bis 28 °C schlüpfen die Larven nach etwa 10 bis 14 Tagen. Je wärmer das Wasser ist, desto schneller entwickeln sich die Embryonen im Ei. In den ersten Tagen nach dem Schlüpfen zehren die Larven noch kurz von ihrem Dottersack, suchen dann aber sofort nach Kleinstnahrung.

Die winzigen Larven sollten zunächst mit Staubfutter gefüttert werden. Ein Büschel Javamoos aus einem eingefahrenen Becken liefert natürliche Mikroorganismen. Sobald die Larven nach etwa vier bis sieben Tagen groß genug sind, können sie mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Infusorien gefüttert werden.

Ab einem Alter von etwa 21 Tagen kann man dann auf fein zerriebenes Flockenfutter oder feines Granulat umsteigen. Grundsätzlich sollte man lieber mehrere kleine Portionen (3–5 x täglich) füttern. Da das Wasser in kleinen Aufzuchtbecken schnell belastet wird, sind regelmäßige, vorsichtige Wasserwechsel (ca. 10 % täglich) notwendig.

Diese Fische sind Laichräuber. Wenn man viele Jungfische aufziehen möchte, sollte man entweder die Eier absammeln oder die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernen.

Die Jungfische sollten erst wieder zu den Elterntieren gesetzt werden, wenn sie zu groß sind, um gefressen zu werden. Dies ist nach etwa acht Wochen der Fall.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Oryzias mekongensis ernährt sich in der Natur hauptsächlich von Zooplankton, beispielsweise von Mückenlarven, Wasserflöhen, kleinen Würmern sowie von Anflugnahrung. Dazu zählen kleine Insekten, Blattläuse oder Fruchtfliegen, die ins Wasser fallen.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten dieser Fischart findet ihr in der Beschreibung der Gattung Reiskärpflinge (Oryzias).


Literaturhinweis
  1. Wikipedia (englisch)
  2. FishBase (englisch)
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