Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Clarias theodorae stammt aus Zentral- und Südafrika. Er kommt in Angola, Sambia, Malawi, Simbabwe und im Norden Südafrikas vor.
Er ist in zahlreichen Gewässersystemen weit verbreitet, darunter in Flüssen wie dem Sambesi, dem Kafue, dem Shire, dem Chobe, dem Okavango und dem Cunene sowie in Seen wie dem Malawisee, dem Tanganjikasee, dem Bangweulusee und dem Mwerusee.
Die Welse bevorzugen flache, stark bewachsene Bereiche in Sumpfgebieten und Lagunen. In Stromschnellen versteckt er sich oft unter Steinen.
Oft verbirgt er sich in „schwimmenden Inseln”, die von Ufersümpfen abbrechen und dem Fisch dabei helfen, sich über größere Flächen, wie im Malawisee, zu verbreiten. Durch sein Suprabranchialorgan ist er zudem in der Lage, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen.
Aquaristik-Info
Temperatur: 22 °C – 28 °C
pH-Wert: 6,0 – 8,0
Gesamthärte: 4 – 18° dH
Aquariumgröße: etwa 120–150 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Wasserregion: unten
Schwierigkeitsgrad: nicht für Anfänger geeignet
Fütterung:
Fleischfresser: kleine Fische, Krebstiere, Insektenlarven, Würmer, fleischiges Frostfutter, ab und zu überbrühtes Gemüse (Gurken, Zucchini)
Haltung:
Der Untergrund sollte unbedingt aus feinem Sand oder sehr feinem, abgerundeten Kies bestehen. Da Raubwelse gerne gründeln, könnten sie sich an scharfkantigem Substrat die empfindlichen Barteln verletzen.
Das Becken sollte größere Gesteinsbrocken und Treibholz als Versteckmöglichkeiten enthalten. Außerdem sollte das Becken immer gut abgedeckt werden, damit die Tiere nicht entweichen können.
Eine dichte Randbepflanzung mit robusten Arten wie Anubias oder Javafarn ist ideal, da sie Deckung bietet. In der Mitte sollte jedoch genügend freier Schwimmraum bleiben. Schwimmpflanzen wie z.B. Froschbiss oder Wassersalat helfen, das Licht zu dämpfen.
Da diese Welse Lungenatmer sind, schwimmen sie oft an die Wasseroberfläche, um atmosphärische Luft zu atmen. Sie sollten nur mit großen und robusten Fischen vergesellschaftet werden, da sie kleinere Fische fressen. Da diese Fische nachtaktiv sind, sollten sie bevorzugt kurz vor dem Ausschalten des Lichts gefüttert werden.
Zucht:
Die Tiere werden je nach Nahrungsangebot und Temperatur meist im Alter von 10 bis 12 Monaten geschlechtsreif.
Die Zucht dieser Welse im Aquarium ist anspruchsvoll, da sie als Freilaicher spezifische Auslöser wie starke Wasserstandsschwankungen und nächtliche Regensimulationen benötigen.
In der Natur laichen sie während der Regenzeit in flachen, überschwemmten Randgebieten ab. Dies kann im Aquarium durch massive Teilwasserwechsel mit kühlerem, weichem Wasser und eine Senkung des Wasserstands simuliert werden.
Beim Laichakt legt das Weibchen legt die Eier in flachem Wasser zwischen Gräsern oder Wurzeln ab. Dabei umschlingt das Männchen oft den Körper des Weibchens, um die Eier zeitgleich extern zu befruchten.
Die klebrigen Eier haften an der Vegetation. In der Regel findet nach der Eiablage keine elterliche Brutpflege statt. Die Fischlarven schlüpfen bei einer Wassertemperatur zwischen 25 und 28 °C nach ein bis zwei Tagen. Sobald der Dottersack aufgezehrt ist (nach ca. zwei Tagen), müssen sie gefüttert werden.