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Fischlexikon: Clarias theodorae


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Süßwasserfische"

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 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Clarias theodorae
Ordnung: Siluriformes
(deutsch) Welsartige
Familie: Clariidae
(deutsch) Kiemensackwelse
Gattung: Clarias
Gattung+Art: Clarias theodorae
Gesamt: 3186 Fischarten

Übersicht

Clarias theodorae ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Kiemensackwelse (Clariidae) und der Gattung der Raubwelse (Clarias). Er kann eine maximale Länge von 30 cm und ein Gewicht von etwa 200 Gramm erreichen. Sein englischer Name lautet „Sneake catfish”.

Er stammt aus Zentral- und Südafrika und kommt in Angola, Sambia, Malawi, Simbabwe und im Norden Südafrikas vor.


Merkmale

Clarias theodorae

Clarias theodorae

Merkmale von Clarias theodorae:

  • der Körper von Clarias theodorae ist extrem langgestreckt und vorne kräftiger mit einem kurzen, breiten Kopf. In Richtung Schwanzflosse wird er schlanker und flacht seitlich ab
  • der Kopf ist auf der Oberseite (dorsal) abgeflacht und im im Rückenprofil rechteckig
  • die Schnauze von Clarias theodorae ist breit, gerundet und von vier langen Bartelpaaren umgeben, die oftmals bis hinter den Kopf zurückreichen. Die Zahnplatten sind relativ klein
  • die Augen von Clarias theodorae sind relativ klein und dorsal angeordnet
  • die Körperfärbung ist in der Regel dunkelbraun bis schwärzlich
  • bei Stress oder intensiver Beleuchtung wird die Färbung deutlich heller und es können sich deutliche schwarze Flecken zeigen
  • entlang des Seitenlinienorgans verläuft eine Reihe weißlicher Punkte
  • die Rückenflosse ist sehr lang und verläuft nach dem ersten Körperdrittel fast bis zur Schwanzflossenbasis
  • die ebenfalls sehr lange Afterflosse beginnt kurz hinter den Bauchflossen und endet ebenfalls kurz vor der Schwanzflossenbasis
  • durch sein Suprabranchialorgan ist Clarias theodorae in der Lage, Sauerstoff direkt aus der Luft aufzunehmen
  • die Geschlechtspapille befindet sich rechts vom After, wenn man den Fisch mit dem Kopf nach links betrachtet. Sie ist bei Männchen länglich und spitz, während sie bei Weibchen rund und vergleichsweise größer als der After ist

Größe

Clarias theodorae kann eine maximale Länge von rund 30 Zentimetern erreichen.


Maximales Alter

In der Natur kann Clarias theodorae maximal etwa 10 bis 15 Jahre alt werden. In Gefangenschaft ist seine Lebenserwartung höher.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Clarias theodorae

Clarias theodorae

Clarias theodorae stammt aus Zentral- und Südafrika. Er kommt in Angola, Sambia, Malawi, Simbabwe und im Norden Südafrikas vor.

Er ist in zahlreichen Gewässersystemen weit verbreitet, darunter in Flüssen wie dem Sambesi, dem Kafue, dem Shire, dem Chobe, dem Okavango und dem Cunene sowie in Seen wie dem Malawisee, dem Tanganjikasee, dem Bangweulusee und dem Mwerusee.

Die Welse bevorzugen flache, stark bewachsene Bereiche in Sumpfgebieten und Lagunen. In Stromschnellen versteckt er sich oft unter Steinen.

Oft verbirgt er sich in „schwimmenden Inseln”, die von Ufersümpfen abbrechen und dem Fisch dabei helfen, sich über größere Flächen, wie im Malawisee, zu verbreiten. Durch sein Suprabranchialorgan ist er zudem in der Lage, atmosphärischen Sauerstoff zu atmen.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 °C – 28 °C
pH-Wert: 6,0 – 8,0
Gesamthärte: 4 – 18° dH
Aquariumgröße: etwa 120–150 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Wasserregion: unten
Schwierigkeitsgrad: nicht für Anfänger geeignet

Fütterung:
Fleischfresser: kleine Fische, Krebstiere, Insektenlarven, Würmer, fleischiges Frostfutter, ab und zu überbrühtes Gemüse (Gurken, Zucchini)

Haltung:
Der Untergrund sollte unbedingt aus feinem Sand oder sehr feinem, abgerundeten Kies bestehen. Da Raubwelse gerne gründeln, könnten sie sich an scharfkantigem Substrat die empfindlichen Barteln verletzen.

Das Becken sollte größere Gesteinsbrocken und Treibholz als Versteckmöglichkeiten enthalten. Außerdem sollte das Becken immer gut abgedeckt werden, damit die Tiere nicht entweichen können.

Eine dichte Randbepflanzung mit robusten Arten wie Anubias oder Javafarn ist ideal, da sie Deckung bietet. In der Mitte sollte jedoch genügend freier Schwimmraum bleiben. Schwimmpflanzen wie z.B. Froschbiss oder Wassersalat helfen, das Licht zu dämpfen.

Da diese Welse Lungenatmer sind, schwimmen sie oft an die Wasseroberfläche, um atmosphärische Luft zu atmen. Sie sollten nur mit großen und robusten Fischen vergesellschaftet werden, da sie kleinere Fische fressen. Da diese Fische nachtaktiv sind, sollten sie bevorzugt kurz vor dem Ausschalten des Lichts gefüttert werden.

Zucht:
Die Tiere werden je nach Nahrungsangebot und Temperatur meist im Alter von 10 bis 12 Monaten geschlechtsreif.

Die Zucht dieser Welse im Aquarium ist anspruchsvoll, da sie als Freilaicher spezifische Auslöser wie starke Wasserstandsschwankungen und nächtliche Regensimulationen benötigen.

In der Natur laichen sie während der Regenzeit in flachen, überschwemmten Randgebieten ab. Dies kann im Aquarium durch massive Teilwasserwechsel mit kühlerem, weichem Wasser und eine Senkung des Wasserstands simuliert werden.

Beim Laichakt legt das Weibchen legt die Eier in flachem Wasser zwischen Gräsern oder Wurzeln ab. Dabei umschlingt das Männchen oft den Körper des Weibchens, um die Eier zeitgleich extern zu befruchten.

Die klebrigen Eier haften an der Vegetation. In der Regel findet nach der Eiablage keine elterliche Brutpflege statt. Die Fischlarven schlüpfen bei einer Wassertemperatur zwischen 25 und 28 °C nach ein bis zwei Tagen. Sobald der Dottersack aufgezehrt ist (nach ca. zwei Tagen), müssen sie gefüttert werden.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Clarias theodorae ist ein Allesfresser, der sich vorzugsweise von tierischer Kost wie kleinen Fischen, Mückenlarven und Käfern, aber auch von Pflanzensamen und Detritus ernährt.


Krankheiten

häufige Krankheiten bei Raubwelsen (Clarias):

  • Infektiöse Bauchwassersucht (bakterielle Infektion)
    Die Infektiöse Bauchwassersucht kann man z.B. an einer extrem angeschwollenen Bauchseite eines Fisches erkennen [weiterlesen...]
  • Columnaris-Krankheit (bakterielle Infektion)
    Die Maul- oder Flossenfäule oder "Columnaris-Krankheit" wird manchmal auch als Maulschimmel oder Maulfäule bezeichnet [weiterlesen...]
  • Bakterielle Kiemenschwellung (bakterielle Infektion)
    Die Kiemen schwellen an, verfärben sich oder werden zerstört, was zu Atemnot führt [weiterlesen...]
  • Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose) (parasitärer Befall)
    Erste Anzeichen sind Bewegungsunlust und Nahrungsverweigerung. Nach wenigen Tagen zeigen sich die namensgebenden weißen Pünktchen der herangewachsenen Parasiten in der Haut [weiterlesen...]
  • Pilzerkrankungen (Mykosen)
    Mykosen treten immer als Sekundärinfektionen auf. Die Pilze befallen also das zuvor durch Verletzungen oder andere Krankheiten geschädigte Hautgewebe [weiterlesen...]
  • Crackhead"-Krankheit
    Diese bei Clarias-Arten bekannte Erscheinung geht mit Rissen im Schädel einher. Die genaue Ursache ist unklar, sie wird aber oft mit schlechter Wasserqualität und Überfütterung in Verbindung gebracht
  • Verfettung und Organschäden
    Da Clarias-Welse sehr gierige Fresser sind, kann zu energiereiches oder falsches Futter schnell zu einer Verfettung der Leber und anderer innerer Organe führen.

Literaturhinweis
  1. FishBase (englisch)
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