Fischarten






Fischname:
Langschwanz-Thun
(Thunnus tonggol)
Ordnung:
Scombriformes
(Scombriformes)
Familie:
Makrelen und Thunfische
(Scombridae)
Gattung:
Thunnus
Der Langschwanz-Thun (Thunnus tonggol) ist eine im Indo-Westpazifik verbreitete Thunfischart.
Der Langschwanz-Thun kann eine Länge von etwa 145 cm und ein Gewicht von etwa 36 kg erreichen.
Er gehört zur Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae) sowie zur Gattung Thunnus. Die englische Bezeichnung für diesen Fisch lautet „Longtail tuna“.
Der Weltrekord für den schwersten jemals offiziell mit der Angel gefangenen Langschwanz-Thun beträgt 35,90 Kilogramm. Der Fisch wurde vor Montague Island in New South Wales (Australien) gefangen.
Der Langschwanz-Thun ist eine eher kleine Thunfischart. Kleinere Arten reichern tendenziell weniger Quecksilber an als langlebige Riesen, wie zum Beispiel der Rote Thun oder der Großaugen-Thun.
Der Langschwanz-Thun ist als Speisefisch geeignet, sollte aber wegen der systemischen Quecksilberbelastung von Raubfischen nur in Maßen genossen werden.
Bei unsachgemäßer Lagerung oder mangelnder Kühlung können Bakterien das im Fischfleisch vorhandene Histidin in Histamin umwandeln. Histidin ist ein natürlicher Bestandteil des Muskeleiweißes von Makrelen und Thunfischen, zu denen der Langschwanz-Thun gehört. Besonders wandernde Fischarten mit hohem Anteil an dunkler Muskulatur weisen hohe Histidinwerte auf.
Ein hoher Histamingehalt kann zur sogenannten Scombroid-Vergiftung (Pseudoallergie) führen. Symptome wie Hautrötungen, Übelkeit und Kopfschmerzen treten oft schon kurz nach dem Verzehr auf.
Der Langschwanz-Thun laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN (Stand 2026) als „nicht gefährdet“ (Least Concern) eingestuft. Dennoch ist die Art spezifischen biologischen und fischereilichen Belastungen ausgesetzt.
Als relativ kleine Thunfischart wird der Langschwanz-Thun häufig von handwerklichen Fischereien im Indopazifik (zum Beispiel im Persischen Golf, vor Indien und Indonesien) entnommen und ist zudem Beifang in der industriellen Fischerei.
Der Langschwanz-Thun (Thunnus tonggol) kann ein Alter von etwa 19 Jahren erreichen.
Merkmale des Langschwanz-Thuns:
Der Langschwanz-Thun (Thunnus tonggol) kann eine Länge von etwa 145 cm Zentimetern und ein Gewicht von etwa 36 Kilogramm erreichen.
Der Langschwanz-Thun (Thunnus tonggol) ist im warmen, küstennahen Indopazifik verbreitet. Er kommt von der Arabischen Halbinsel und dem Roten Meer über Indien und Südostasien (Philippinen, Indonesien) bis nach Australien und Papua-Neuguinea vor.
Er bevorzugt küstennahe Gewässer, flache Schelfbereiche, oder auch Flussmündungen. Er ist oft in Schwärmen anzutreffen. Er meidet starke Strömungen.
Der Langschwanz-Thun (Thunnus tonggol) ist ovipar (eierlegend). Die Geschlechtsreife wird meist im Alter von etwa zwei Jahren und bei einer Länge von 40 bis 54 cm (Weibchen) erreicht.
Die Laichzeiten variieren stark je nach Region und Wassertemperatur:
Ein Weibchen produziert bei jedem Ablaichen zwischen 1,2 und 1,9 Millionen Eier. Diese Thunfische laichen mehrfach innerhalb einer Saison.
Die Eier und die daraus schlüpfenden Fischlarven sind pelagisch, das heißt, sie treiben frei in den oberen Wasserschichten des Ozeans. Im Gegensatz zu vielen anderen Thunfischarten bevorzugt der Langschwanz-Thun für die Vermehrung eher küstennahe (neritische) Gewässer als das tiefe, offene Meer.
Erwachsene Langschwanz-Thune (Thunnus tonggol) ernähren sich hauptsächlich von kleinen pelagischen Fischen, darunter Sardinen, Sardellen, Heringen und Makrelen. Zu ihrer Beute gehören auch Krebstiere und Tintenfische.
Die Zusammensetzung ihrer Nahrung variiert je nach Region und Jahreszeit. So fressen sie in australischen Gewässern beispielsweise oft Hornhechte und kleine Köderfische, während sie in nördlicheren Gebieten wie Indien über 22 verschiedene Taxa von Beutetieren nutzen. Jungfische ernähren sich dagegen von kleineren Organismen wie Flohkrebsen und Fischlarven.
Der Langschwanz-Thun ist ein wichtiger Speisefisch. Er wird frisch, gefroren, geräuchert, getrocknet, gesalzen oder als Dosenfisch vermarktet.
Ähnlich wie andere Thunfische wird er zu Steaks, Sushi (wenn auch seltener) und in Salaten verarbeitet.
Allerdings ist das Fleisch des Langschwanz-Thuns mit Quecksilber belastet, wenn auch nicht so stark wie das von größeren Thunfischarten wie dem Roten Thun oder dem Großaugen-Thun.
Der Langschwanz-Thun liefert unserem Körper wichtige Nährstoffe wie z.B. Vitamin A, B2, B6, B12, Jod, wichtige Mineralstoffe und Omega-3-Fettsäuren.
Weitere Informationen zu den Nährwerten von Fisch, beispielsweise zu Kilokalorien, Kilojoule, Eiweiß (Protein), Jod, Kochsalz, Fetten, Purin, Omega-3-Fettsäuren (EPA + DHA), Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, findet ihr hier:
Der Langschwanz-Thun ist wie andere Thunfischarten ein Wirt für Parasiten, insbesondere für Anisakis-Larven (Nematoden). Diese können für den Menschen gefährlich werden, wenn der Fisch roh verzehrt wird.
Die parasitischen Fadenwürmer gelangen über die Nahrungskette in den Fisch. Beim Verzehr von rohem oder nicht ausreichend gegartem Fisch können sie in den menschlichen Darm gelangen und Krankheiten auslösen.
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