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Fischlexikon: Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)


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Salzwasserfische"

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Name: Sandbankhai
Ordnung: Carcharhiniformes
(deutsch) Grundhaie
Familie: Carcharhinidae
(deutsch) Requiemhaie
Gattung: Carcharhinus
Gattung+Art: Carcharhinus plumbeus
Gesamt: 3173 Fischarten

Übersicht

Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)

Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)

Der Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) ist ein Hai aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae) und der Gattung Carcharhinus. Sein englischer Name lautet „Caribbean Reef Shark”. Der Sandbankhai wird auch „Großflossenhai” oder „Atlantischer Braunhai” genannt.

Der Sandbankhai kann eine Länge von etwa 250 cm und ein Gewicht von etwa 240 kg erreichen.

Er ist eng mit dem Schwarzhai, dem Großnasenhai und dem Bullenhai verwandt.

Er ist im Atlantik und im Indopazifik beheimatet. Dort ist er häufig in flachen Küstengewässern wie Buchten, Flussmündungen oder Häfen über schlammigen oder sandigen Böden anzutreffen.

Ist der Sandbankhai gefährlich für den Menschen?

Im Allgemeinen gilt der Sandbankhai als nicht gefährlich für den Menschen. In Einzelfällen können Sandbankhaie jedoch aggressiv werden, wenn sie sich in der Nähe von toten oder verletzten Fischen befinden, beispielsweise in der Nähe von Fischfarmen.

Laut den Statistiken des „Florida Museum of Natural History“ und dessen SAF – International Shark Attack File – wurden 5 unprovozierte Angriffe auf Menschen verzeichnet. Keiner dieser Angriffe endete tödlich. „Unprovoziert” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Haie weder angefasst noch gefüttert wurden. Hier findet ihr weitere Informationen über die gefährlichsten Raubfische der Welt.

Bedrohung des Sandbankhais durch den Menschen

Sandbankhaie wurden in den letzten Jahrzehnten aufgrund ihres hohen Flossen-zu-Körpergewicht-Verhältnisses und der US-amerikanischen Fischereivorschriften, nach denen die Kadaver zusammen mit den Haifischflossen an Land gebracht werden müssen, unverhältnismäßig stark von der kommerziellen Haifischerei in den USA befischt. Auf der Roten Liste der IUCN wird er als „stark gefährdet“ (Endangered) geführt.

Im Jahr 2008 verbot der National Marine Fisheries Service (NMFS) auf Grundlage einer SEDAR-Bestandsbewertung aus dem Jahr 2006 alle kommerziellen Anlandungen von Sandbankhaien. Derzeit fängt eine kleine Anzahl speziell zugelassener Schiffe Sandbankhaie zu wissenschaftlichen Forschungszwecken.


Merkmale

Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)

Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)

Merkmale des Sandbankhais::

  • der Sandbankhai hat einen robusten, kräftigen und kompakten Körperbau
  • seine Schnauze ist relativ kurz und vorne abgerundet
  • die rundlichen Augen des Sandbankhais sind mit einer Nickhaut ausgestattet, die wie ein drittes Augenlid wirkt und die Augen schützt
  • seine klingenartigen, einspitzigen Zähne weisen breite, unebene Höcker mit scharfen Kanten auf
  • wie alle anderen Arten der Gattung Carcharhinus besitzt auch der Sandbankhai fünf Kiemenspalten.
  • ein Spritzloch (Spiraculum) ist nicht vorhanden
  • die Färbung des Sandbankhais kann auf der Oberseite von bläulich-braun über grau bis bronzefarben variieren. Die Bauchseite ist weißlich
  • besondere Zeichnungsmerkmale sind nicht vorhanden
  • die erste Rückenflosse des Sandbankhais ist hoch und deutlich größer als die zweite Rückenflosse
  • dahinter verläuft ein Interdorsalkamm bis zur zweiten Rückenflosse, die etwa so groß ist wie die Afterflosse
  • der Ansatz der ersten Rückenflosse liegt hinter oder über dem hinteren Brustflossenansatz
  • die großen Brustflossen des Sandbankhais sind relativ breit und zugespitzt
  • die Schwanzflosse besitzt einen vergleichsweise kleinen unteren und einen sehr großen oberen Lobus

Größe

Der Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) kann eine Länge von bis zu 2,5 Metern und ein Gewicht von bis zu 240 Kilogramm erreichen.


Maximales Alter

Der Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) kann schätzungsweise ein Alter von 15 bis 22 Jahren erreichen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass er deutlich älter werden kann: 43 bis 57 Jahre sind möglich.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Oberkiefer des Sandbankhais

Oberkiefer des Sandbankhais

Sandbankhaie (Carcharhinus plumbeus) kommen weltweit in tropischen bis gemäßigten Gewässern vor. Im westlichen Atlantik sind sie von Massachusetts bis Brasilien verbreitet.

Wie der Name schon sagt, ist der Sandbankhai häufig über schlammigen oder sandigen Böden in flachen Küstengewässern wie Buchten, Flussmündungen oder Häfen anzutreffen.

Er schwimmt aber auch in tieferen Gewässern (200 m oder mehr) sowie in Gezeitenzonen.

In der unteren Chesapeake Bay sind Jungtiere häufig anzutreffen, und Aufzuchtgebiete befinden sich von der Delaware Bay bis South Carolina sowie in der Bonjuk-Bucht in Marmaris (Muğla, Türkei) und in den Florida Keys.


Fortpflanzung

Der Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) ist lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta (plazental vivipar). In den ersten 15 Wochen werden die sich entwickelnden Embryonen durch Dotter ernährt. Anschließend entwickelt sich der erschöpfte Dottersack zu einer Plazenta, die eine Verbindung zur Mutter herstellt.

Wann genau Sandbankhaie geschlechtsreif werden, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Die meisten Studien kommen jedoch zu dem Schluss, dass Weibchen mit etwa 13 Jahren und Männchen mit etwa 12 Jahren geschlechtsreif werden.

Es wurde festgestellt, dass Weibchen sowohl zweijährig als auch dreijährig sind. Das bedeutet, dass sie sich entweder alle zwei oder alle drei Jahre reproduzieren und zum Gebären, zur Migration und zur Trächtigkeit an denselben Ort zurückkehren.

Sie ovulieren im Frühsommer und bringen durchschnittlich acht Junge zur Welt, die sie etwa ein Jahr lang austragen.

Die Tragzeit unterscheidet sich je nach Population: Im Bereich um Florida dauert sie etwa neun Monate, vor Südafrika und im Südchinesischen Meer etwa elf bis zwölf Monate. Die jungen Haie werden in Küstennähe mit einer Länge von etwa 55 bis 75 Zentimetern geboren.


Nahrung

Unterkiefer des Sandbankhais

Unterkiefer des Sandbankhais

Der Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) ernährt sich von verschiedenen Knochenfischen, darunter Heringe (Clupeidae), Sardinen und Plattfische sowie von kleineren Knorpelfischen, beispielsweise dem Atlantischen Scharfnasenhai (R. terraenovae) und Dornhaien (Squalidae).

Aber auch Krabben und Weichtiere (Mollusken) stehen auf seinem Speiseplan.

In Gebieten wie dem Mittelmeer oder dem Golf von Gabès ernährt er sich hauptsächlich von Knochenfischen, Tintenfischen und sonstigen Kopffüßern (Cephalopoda) wie europäischen Kalmare und Sepien.


Bedeutung als Speisefisch

In der Vergangenheit spielte der Sandbankhai eine bedeutende Rolle in der kommerziellen Haifischerei, insbesondere an der US-Ostküste. Sein Fleisch wird häufig in Fischtheken verwendet, während seine Flossen für die in Asien beliebte Haiflossensuppe begehrt sind.

Da der Sandbankhai mittlerweile als „stark gefährdet“ eingestuft wird, raten wir dringend vom Verzehr dieses Hais ab. Außerdem reichert der Sandbankhai, wie auch andere große Haie, hohe Mengen an Quecksilber (Methylquecksilber) in seinem Gewebe an. Diese liegen oft über den Sicherheitsgrenzwerten für Lebensmittel und stellen somit ein Gesundheitsrisiko dar.


Krankheiten

Weitere Informationen zu Krankheiten des Sandbankhais findet ihr in der Beschreibung der Gattung Carcharhinus.


Literaturhinweis
  1. Wikipedia
  2. Wikipedia (englisch)
  3. FishBase (englisch)
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