Fischarten






Fischname:
Koi: Utsuri
(Cyprinus carpio (utsuri))
Ordnung:
Karpfenartige
(Cypriniformes)
Familie:
Farbkarpfen
(Cyprinidae(Koi))
Gattung:
Cyprinus
Koi sind eine Zuchtform des Karpfen (Cyprinus carpio) und aus wissenschaftlicher Sicht eigentlich keine eigene Art.
Der Utsuri oder Utsurimono ist ein Farbkarpfen oder Koi, der aus der Asagi-Linie gezüchtet wurde.
Von den 13 Hauptgruppen der Koi gehört er zur Hauptgruppe "Utsurimono".
Seine Grundfärbung ist schwarz. Sein Körper ist mit schwarzen, roten oder auch gelben Flecken bedeckt.
Die Farben des Doitsu Utsuri (teilbeschuppte oder schuppenlose Variante) erscheinen durch die weitaus leuchtender und kontrastreicher als die der vollbeschuppten Varianten.
Doitsu Utsuri, welche nur am Rückenkamm und ihrer Seitenlinie beschuppt sind (ähnlich dem Spiegelkarpfen) werden als "Kagami-goi" bezeichnet und höher bewertet als die komplett schuppenlose "Kawa-goi" Variante. Doitsu Utsuri erzielen heutzutage auf Fachausstellungen oftmals hohe Preise.
Ein Koi wie der Utsuri bzw. Utsurimono kann ca. 50-60 Jahre alt werden.
Die wichtigsten Merkmale des Utsuri:
Koi wie der Utsuri bzw. Utsurimono können maximal ca. 100-120 cm lang werden. Bei einer Größe von 60-80 cm werden Sie (in Teichanlagen) ca. 5-10 kg schwer. Größere und ältere Exemplare können erheblich schwerer werden.
Die genaue Herkunft der Koi konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Es wird vermutet, dass einfarbige Karpfen aus dem Iran stammen und vor etwa 2000 Jahren nach Asien gebracht wurden. In Europa wird der Koi in Teichanlagen gehalten.
Der größte Teil der Koi, die vom Fachhandel angeboten werden, kommt aus Japan. Grund hierfür ist das günstige Klima in Japan. Außerdem sind die Japaner im Besitz der entsprechenden "Blutlinien", die für eine erfolgreiche Zucht notwendig sind.
Temperatur
Sommer: 20° C - 26° C
Winter: mindestens 5° C - 8° C
pH-Wert: 6,5-8,0 (optimal = 7,0 - 7,5)
dGH: < 15°
Sauerstoffgehalt: über 6 mg/l
Ammonium/Ammoniak: unter 0,06 mg/l
Nitrit: max. 0,3 mg/l
Nitrat: unter 100 mg/l
Phosphat: max. 3 mg/l
Teichgröße: mind. 10.000 l (bei unbeheizten Teichen)
Fütterung:
Koi sind verfressen. Koi, wie auch die Karpfen, besitzen keinen Magen und bekommen dadurch kein Sättigungsgefühl.
Daher sollten diese Fische mehrmals täglich knapp bemessene Futtergaben erhalten. Bei warmem Wetter sollte mehrmals täglich (möglichst 2-3 x, abhängig von dem Nährstoffgehalt des Futters) und in kleinen Portionen gefüttert werden. In den Wintermonaten bei kaltem Wasser sollte weniger gefüttert werden. Außerdem sollte das Futter in dieser Zeit einen geringeren Nährstoffgehalt besitzen und eine kleinere Körnung aufweisen.
Hinweise:
Das optimale Teichwasser sollte klar sein, einen seidenen Oberflächenglanz aufweisen und zu leichter Schaumbildung neigen. Um eine Wasserqualität zu erreichen, in der sich die Koi wohlfühlen, ist eine ständige Reinigung der Filteranlagen und ein Teilwasserwechsel von ca. 20% pro Woche notwendig.
Unbeheizte Teiche sollten ein Fassungsvermögen von mindestens 10.000 l haben, um extreme, witterungsbedingte Temperaturschwankungen zu vermeiden. Der Teich sollte zur Überwinterung der Koi Bereiche mit einer Tiefe von 1,8 - 2,0 m, jedoch auch flachere Bereiche von 0,50 - 0,80 m aufweisen.
Um die Koi während der Mittagsstunden nicht dem grellen Sonnenlicht auszusetzen, sollte der Teich mit Büschen, Schilf oder Bäumen beschattet werden.
Da Koi recht gefräßig sind, muss die Teichanlage ausreichend gefiltert werden: Bodenabläufe für sinkende Verunreinigungen, Oberflächenabsauger, mechanische Filter (Trommel-, Papier-, Spaltfilter, Bürstenkammer), biologische Filter. Zu hohe Ammonium/Ammoniak oder Nitrit-Werte zeigen an, dass das Wasser nicht ausreichend gefiltert wird.
Der Teich sollte außerdem mittels UVC-Lampen desinfiziert bzw. entkeimt werden. Diese Lampen töten außerdem auch die Algen ab.
Da Koi eine im Wasser gelöste Sauerstoffkonzentration von mehr als 6 mg/l zum Überleben benötigen, muss der Teich belüftet werden: hierfür bietet der Handel Membranpumpen, Sauerstoffkonzentratoren, Rieselfilter usw. an.
Die Fortpflanzungsbiologie Utsuri bzw. Utsurimono ist identisch mit der des Karpfen (Cyprinus carpio). Der Utsuri bzw. Utsurimono erreicht seine Geschlechtsreife mit 3 bis 5 Jahren.
Die Laichzeit des Koi erfolgt in der Zeit von Mai - Juli bei Wassertemperaturen von 15 - 20 ° C. Wichtig für die Fortpflanzung ist auch eine gute Wasserqualität.
Die ca. 1 bis 1,5 mm großen Eier (100.000 - 250.000/kg Körpergewicht) werden unter heftigen Laichspielen an Wasserpflanzen angeklebt.
Bei 15 °C entwickelt sich der Laich etwa in 5 Tagen, bei 20 °C in nur 3 Tagen. Die Fischlarven sind ca. 5 mm lang.
In freier Natur ernähren sich Karpfen (wie auch ausgesetzte Utsuri) von Pflanzen, Insekten und Würmern. Sinkt die Wassertemperatur auf unter 10 °C, reduzieren diese Fische ihren Stoffwechsel und halten am Boden ihres Gewässers Winterruhe.
häufige Krankheiten bei Karpfenfischen (Cyprinidae):
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