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Fischlexikon: Oryzias pectoralis


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Süßwasserfische"

 Fischart im Fischlexikon suchen 
 weitere Arten dieser Fisch-Familie 
Name: Oryzias pectoralis
Ordnung: Beloniformes
(deutsch) Hornhechtartige
Familie: Adrianichthyidae
(deutsch) Adrianichthyidae
Gattung: Oryzias
Gattung+Art: Oryzias pectoralis
Gesamt: 3172 Fischarten

Übersicht

Oryzias pectoralis, manchmal auch China-Reisfisch genannt, ist ein Süß- und Brackwasserfisch aus der Familie der Reisfische (Adrianichthyidae) und der Ordnung der Hornhechtartigen (Beloniformes).

Er stammt aus Südostasien, wo er in Laos und Vietnam vorkommt. Er kann eine Länge von etwa 3,5 Zentimetern erreichen.


Merkmale

Oryzias pectoralis

Merkmale von Oryzias pectoralis:

  • der Körper von Oryzias pectoralis ist schlank, langgestreckt und seitlich abgeflacht
  • der Kopf ist auf der Oberseite abgeflacht
  • sein Maul ist oberständig (der Oberkiefer ist etwas länger). Dies ist typisch für Fische, die ihre Nahrung bevorzugt nahe der Wasseroberfläche aufnehmen
  • die mäßig großen Augen besitzen meist einen hellblauen oder kupferroten Augenring, die Pupille schwarz
  • die Grundfärbung von Oryzias pectoralis ist ein helles Beige bis Bräunlich
  • eine dünnes schwarzes Band verläuft von hinter dem Kopf entlang der Körpermitte bis zur Basis der Schwanzflosse und setzt sich dort oberhalb und unterhalb der Mitte fort
  • auf den Membranen der Rücken- und Afterflosse zeigen sich oftmals kleine dunkle Punkte
  • auch die Bauchseite von Oryzias pectoralis ist oft von dunklen Flecken bedeckt
  • die Außenkanten der Schwanzflosse haben kräftige, orange-rote Ränder
  • ein wichtiges Erkennungsmerkmal von Oryzias pectoralis ist ein deutlicher schwarzer Fleck an der Basis der Brustflossen
  • das Seitenlinienorgan oft nur schwach erkennbar oder auf Gruben am Kopf reduziert
  • die Rückenflosse von Oryzias pectoralis sitzt weit hinten am Körper und endet kurz vor der Schwanzflosse
  • das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern ist die Form der Afterflosse. Bei den Männchen ist diese oft größer und die Flossenstrahlen können am Ende leicht verlängert oder "ausgefranst" wirken. Bei den Weibchen ist die Afterflosse eher geradlinig oder leicht abgerundet
  • auch die Rückenflosse von Oryzias pectoralis ist bei den Männchen meist etwas spitzer ausgezogen als bei den Weibchen
  • die Färbung der Männchen kann sich während der Balz intensivieren
  • ein eindeutiges Merkmal für die Weibchen ist das Tragen der Laichtraube. Diese bleibt nach der Befruchtung für einige Zeit an der Geschlechtsöffnung hängen, bevor sie an Pflanzen abgestreift wird
  • im Gegensatz zu vielen anderen Arten dieser Gattung sind diese Fische reine Süßwasserfische (sie sind nicht euryhalin)
  • Flossenformel: D 0/6-7, A 0/19-20
  • Wirbelzahl: 30

Größe

Oryzias pectoralis wird maximal etwa 3,5 Zentimeter lang.


Maximales Alter

Oryzias pectoralis erreicht in Gefangenschaft ein Alter von etwa einem bis zwei Jahren.


Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Oryzias pectoralis

Oryzias pectoralis (Männchen)

Oryzias pectoralis stammt aus Südostasien und kommt in Laos und Vietnam vor.

In Laos ist dieser Fisch im Mekong-Becken, etwa auf dem Nakai-Plateau im Einzugsgebiet des Nam Theun, verbreitet. In Vietnam wurde er in verschiedenen Provinzen gesichtet.

Oryzias pectoralis besiedelt stehende Gewässer und Marschland mit dichter Vegetation. Häufig findet man ihn in flachen, bewässerten Reisfeldern.

Auch in langsam fließenden Flüssen ist er in geschützten Uferbereichen mit geringer Strömung anzutreffen.


Aquaristik-Info

Temperatur: 22 °C – 26 °C
pH-Wert: 6,5 – 7,5
Gesamthärte: 5 – 15° dH
Aquariumgröße: ab etwa 54 Liter / 60 cm Länge (Aquariumvolumen berechnen)
Wasserregion: hauptsächlich knapp unter der Wasseroberfläche
Schwierigkeitsgrad: für Anfänger geeignet

Fütterung:
kleines Lebendfutter wie z. B. Artemia, Wasserflöhe, Cyclops, Mückenlarven, Tubifex sowie Frostfutter

Haltung:
Diese Fische sollten in einer Gruppe von sieben bis zehn Tieren gehalten werden. Sie bevorzugen klares, sauberes und nur schwach durchströmtes Wasser. Durch wöchentliche Teilwasserwechsel von ca. 20–30 % bleibt die Keimbelastung niedrig. Da die Fische keine starke Strömung mögen, reicht ein einfacher Luftheber aus.

Ein dunkler Bodengrund lässt die Farben der Fische besser zur Geltung kommen. Ideal ist feiner Sand oder Kies mit einer Körnung von 0,4 mm bis 1 mm.

Da diese Fische keine zu intensive Beleuchtung mögen, wird gedimmtes Licht oder eine Beschattung durch Schwimmpflanzen empfohlen. Da diese Fische gute Springer sind, ist eine Abdeckung zwingend erforderlich.

Eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Wasserpflanzen (z.B. Tausendblatt, Hornkraut oder Javamoos) und Schwimmpflanzen (z. B. Froschbiss oder Wassersalat) bietet Versteckmöglichkeiten und Laichplätze. Es sollte jedoch auch genügend freier Schwimmraum vorhanden sein. Eine Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Arten, wie beispielsweise Zwergbärblingen ist problemlos möglich.

Da diese Fische nur oberflächennah fressen, sollte kein schnell absinkendes Futter, wie Granulate, verwendet werden.

Weibchen mit Laichtraube

Weibchen mit Laichtraube

Zucht:
Diese Fische erreichen die Geschlechtsreife sehr früh nach ca. drei bis vier Monaten.

Für eine hohe Laichbereitschaft ist eine Wassertemperatur von 22–25 °C ideal. Eine tägliche Beleuchtungsdauer von ca. 13 bis 14 Stunden fördert die Eiablage.

Für eine optimale Aufzucht der Fischlarven sollte das Wasser im Aufzuchtbecken keine Salinität aufweisen, da diese Art aus reinen Süßwasserhabitaten stammt.

Bei der Paarung schwimmt das Männchen aufgeregt um das Weibchen herum, spreizt seine Flossen und versucht, es in Richtung feingliedriger Pflanzen oder eines Laichmopps zu treiben. Zeigt das Weibchen Interesse, schwimmen beide Tiere eng nebeneinander her. Dabei stupst das Männchen das Weibchen oft sanft an der Flanke oder unter dem Bauch an.

Das Männchen schmiegt sich eng an das Weibchen und umschließt mit seiner Afterflosse dessen Bauchregion. Es scheint, als würde es sie „umarmen”. In dieser Position werden die Eier aus der Genitalöffnung des Weibchens gepresst und gleichzeitig vom Männchen befruchtet. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden.

Nach der Trennung hängen die befruchteten Eier (meist 10 bis 30 Stück) wie eine kleine Weintraube an der Geschlechtsöffnung des Weibchens. Sie sind durch feine Haftfäden miteinander verbunden. Das Weibchen schwimmt nun einige Zeit (Minuten bis Stunden) mit diesem Eipaket umher, bevor es gezielt durch Pflanzen oder Moose schwimmt. Dabei bleiben die klebrigen Eier an den Blättern hängen und sind dort sich selbst überlassen.

Da die Männchen sehr ausdauernd werben, empfiehlt sich im Aquarium ein Überschuss an Weibchen (z. B. ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen), damit die einzelnen Weibchen nicht zu sehr gestresst werden.

Bei einer Wassertemperatur von 22 bis 25 °C schlüpfen die Larven nach etwa 10 bis 14 Tagen. Je wärmer das Wasser, desto schneller entwickeln sich die Embryonen im Ei. In den ersten Tagen nach dem Schlüpfen zehren die Larven noch kurz von ihrem Dottersack, suchen dann aber sofort nach Kleinstnahrung.

Die winzigen Larven sollten zunächst mit Staubfutter gefüttert werden. Ein Büschel Javamoos aus einem eingefahrenen Becken liefert natürliche Mikroorganismen. Sobald die Larven nach etwa vier bis sieben Tagen groß genug sind, können sie mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder Infusorien gefüttert werden.

Ab einem Alter von etwa 21 Tagen kann man dann auf fein zerriebenes Flockenfutter oder feines Granulat umsteigen. Grundsätzlich sollte man lieber viele kleine Portionen (3–5 x täglich) füttern. Da das Wasser in kleinen Aufzuchtbecken schnell belastet wird, sind regelmäßige, vorsichtige Wasserwechsel (ca. 10 % täglich) notwendig.

Diese Fische sind Laichräuber. Wenn man viele Jungfische aufziehen möchte, sollte man entweder die Eier absammeln oder die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernen.

Die Jungfische sollten erst wieder zu den Elterntieren gesetzt werden, wenn sie zu groß sind, um gefressen zu werden. Dies ist nach etwa acht Wochen der Fall.


Fortpflanzung

(siehe unter "Aquaristik")


Nahrung

Oryzias pectoralis ernährt sich in der Natur hauptsächlich von Zooplankton wie beispielsweise Mückenlarven, Wasserflöhen, kleinen Würmern sowie von Anflugnahrung. Dazu zählen kleine Insekten, Blattläuse oder Fruchtfliegen, die ins Wasser fallen.


Krankheiten

Oryzias pectoralis ist eine allgemein als robust und anpassungsfähig geltende Fischart. Dennoch können auch diese Fische bei Stress, beispielsweise durch schlechte Wasserqualität, hohe Temperaturen oder falschen Besatz, verschiedene Fischkrankheiten bekommen.

häufige Krankheiten bei Reiskärpflingen:

  • Maul- oder Flossenfäule
    Wie der Name dieser Krankheit bereits vermuten lässt, bilden sich milchig weiße Stellen an den Flossen, an den Rändern der Schuppen und im Bereich des Fischmauls [weiterlesen...]
  • Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose)
    Erste Anzeichen sind Bewegungsunlust und Nahrungsverweigerung. Nach wenigen Tagen zeigen sich die namensgebenden weißen Pünktchen der herangewachsenen Parasiten in der Haut [weiterlesen...]
  • Samtkrankheit (Oodinium) (Parasit: Piscinoodinium pillulare)
    Bei einem starken Befall erscheint die Haut „samtartig”, daher der Name „Samtkrankheit”. Die Färbung dieses samtartigen Belags ist meistens golden-gelblich. Die Kiemen der befallenen Fische sind außerdem stark verschleimt [weiterlesen...]
  • Kiemenwürmer (Dactylogyrus)
    Dieser Parasit legt Eier, um sich zu vermehren. Er stirbt nach der Eiablage. Wenn seine Larven nicht innerhalb eines Tages einen Wirt finden, sterben auch sie [weiterlesen...]
  • Infektiöse Bauchwassersucht
    Die Infektiöse Bauchwassersucht kann man beispielsweise an einer extrem angeschwollenen Bauchseite eines Fisches erkennen [weiterlesen...]
  • Maul- oder Flossenfäule (Columnaris-Krankheit)
    Die Ursachen für diese Erkrankung sind in den meisten Fällen schlechte Haltungsbedingungen oder Stressfaktoren. Obwohl sich die Erreger in der Regel in fast jedem Aquarium befinden, können sie gesunden Fischen nichts anhaben [weiterlesen...]
  • Pilzerkrankung (Mykose)
    Eine Pilzerkrankung (Mykose) oder Pilzinfektion tritt stets als Sekundärinfektion auf. Pilzerkrankungen werden auch „Fischschimmel” oder „Wasserschimmel” genannt [weiterlesen...]

Literaturhinweis
  1. FishBase (englisch)
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