Fischlexikon: Prachtcorydoras (Corydoras haraldschultzi)
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Süßwasserfische"
| Name: | Prachtcorydoras | |
| Ordnung: | Siluriformes | |
| (deutsch) | Welsartige | |
| Familie: | Callichthyidae | |
| (deutsch) | Panzer- und Schwielenwelse | |
| Gattung: | Corydoras | |
| Gattung+Art: | Corydoras haraldschultzi | |
| Gesamt: | 3180 Fischarten | |
Übersicht
Der Prachtcorydoras (Corydoras haraldschultzi), auf Englisch "Mosaic corydoras", ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Corydoras (Gruppe: spitzschnäuzige Panzerwelse).
Merkmale
Die wichtigsten Merkmale des Prachtcorydoras:
- sein Körperbau ist gattungstypisch hochrückig und seitlich etwas abgeflacht. Die Schnauze ist kurz und abgerundet
- die Grundfärbung seines Körpers ist gräulich-gelblich bis sandfarben. Bei Lichteinfall glänzt er metallisch
- seine Schnauze, die Oberlippe und der Ansatz seiner oberen Barteln zeigen ein dunkelbraunes Fleckenmuster
- sein Vorderkörper ist mit einem dunklen Mosaikmuster bedeckt, welche weiter hinten zu Linien verlaufen
- seine Bauchseite ist weißlich oder gelblich bis rosa
- die Analflosse zeigt gelbliche Bänder oder unregelmäßige Punkte, die Brustflossen sind gelblich und fast transparent, die Flossenstrahlen orangefarben, die Schwanzflosse zeigt 6-8 dunkle vertikale Linien, der obere Flossenlappen ist stark verlängert
- der 1. Brust- und Rückenflossenstrahl ist kräftig, stachelartig und arretierbar
- die Afterflosse ist kurz, eine Fettflosse ist vorhanden
- sein Mund ist von kurzen Bartelpaaren umgeben
- seine Augen sind relativ groß und sehr beweglich
- weibliche Exemplare werden etwas größer und wirken massiver
- Flossenformel: D I/8, A I/7, P I/11
- Knochenschilder: 22/21/3
Verwechslungsarten: Der Prachtcorydoras ( Corydoras haraldschultzi) wird oft mit Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai) verwechselt.
Größe
Der Prachtcorydoras (Corydoras haraldschultzi) wird max. ca. 6-7 cm lang (Männchen), Weibchen bis zu 8-9 cm.
Maximales Alter
Nicht bekannt.
Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Prachtcorydoras ist Südamerika: Zentralbrasilien (Rio Guaporé) und Bolivien (Rio Guaporé). Dieser Wels ist sehr scheu und lebt in kleinen Gruppen am Gewässergrund. Er ist Darmatmer und benötigt daher freien Zugang zur Wasseroberfläche.
Aquaristik-Info
Temperatur: 22° C - 28° C
pH-Wert: 6,0-8,0
Gesamthärte: 2°-25°
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 100 cm
Schwierigkeitsgrad: auch für Anfänger geeignet
Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Wels Tabletten, Trockenfutter, Tubifex
Haltung:
Der Prachtcorydoras ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit er sich nicht erkältet (Becken daher am besten abdecken).
Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser, dass auch ein wenig Strömung aufweist. Das Becken sollte bepflanzt sein (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung), jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein heller, weicher und nicht scharfkantiger Bodengrund (feiner Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden "durchkauen" und nach Nahrung suchen. Auch sollten unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Moorkienwurzeln o.ä.) vorhanden sein.
Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens 4-6 Tieren gehalten werden, er lässt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen und friedlichen Arten vergesellschaften. Stress jeglicher Art sollte vermieden werden.
Zucht:
Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, regelmäßiger Wasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft. Wir empfehlen pro Männchen 2 Weibchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen.
Das Weibchen klebt nacheinander seine Eier an Pflanzen, Steinen oder den die Beckenscheiben (Substratlaicher), vorher putzt es diese Stellen. Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 26°-27° C nach ca. 3-4 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden.
Fortpflanzung
(siehe unter "Aquaristik-Info")
Nahrung
Der Prachtcorydoras (Corydoras haraldschultzi) ist ein Allesfresser und ernährt sich in freier Natur vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.
Krankheiten
Welse sind eigentlich äußerst robuste Fische und erkranken auch selten. Voraussetzung ist jedoch eine artgerechte Haltung (Futter, Wasserwerte usw.).
Es kann jedoch zu Problemen kommen, wenn Welse zusammen mit anderen Fischarten gehalten werden. Werden diese Arten mit kupferhaltigen Medikamenten wie z.B. "Malachitgrün" behandelt, kann dies bei Welsen zum Tode führen. Auch Schnecken- oder Algenbekämpfungsmittel können Kupfer enthalten!
Welse, die durch nicht artgerechte Haltung oder (Transport-) Stress geschwächt sind, können jedoch auch an bakteriellen Infektionen, Parasiten, Viren oder Mykosen (Verpilzungen) erkranken.
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